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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1892-01-01 · 1 (1892) · p. Seite 148

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Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
19 (1892)
Issue
1 (1892)
Date
1892-01-01
Page
Seite 148 (sequence 150)
Language
German
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148 erworben, dass er überhaupt dieser Art von Forschung den Weg gebahnt, dass er die denkende Betrachtung der Gesetze durch sein Beispiel als ein frommes, nicht nur den Geist erhellendes, sondern auch die Gottesfurcht erhöhendes Beginnen gerechtfertigt und bezeugt hatte. Was nun die Quellen betrifft, deren er sich bei Abfassung dieses Theiles des More bedient haben mag, so ist dies nicht leicht zu sagen. Dass der Talmud ihm hierin sehr geringe Dienste leisten konnte, erhellt aus dem bereits oben Gesagten. Unter seinen sonstigen Vorgängern handelt zwar Saadias von den טעם״ המצות (Emunoth we- Deoth III, 1, 2), aber nur in kurzem Umrisse, so dass dies von ihm Gesagte Maimonides nicht viel fördern konnte. Dafür aber weist der Pentateuch selber eine erhebliche Zahl von Begründungen auf. Diese alle hier anzugeben, würde zu weit führen, dagegen erlaube ich mir, auf den Jesod Mora zu verweisen, dessen ganzen achten Abschnitt — die ersten paar Sätze ausgenommen - lbn Esra der Aufzählung eines grossen Theiles der Begründungen, die im Pentateuch selber Vorkommen, gewidmet hat, ferner auf desselben Commentar zu Exod 20, 1, wo er u. A. auch die in der Bibel selber vorkommenden Begründungen aufzählt. Auch das steht fest, dass ihm die Schriften der Aristoteliker, deren Ansichten er in der Bibel wieder finden wollte, vielfach zur Quelle dienten. Seine historischen Quellen, die er zur Erklärung vieler Gebote gebrauchte, werden weiter unten besprochen werden.

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