Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 19 (1892)
- Issue
- 1 (1892)
- Date
- 1892-01-01
- Page
- Seite 133 (sequence 135)
- Language
- German
- Belongs to
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— 138 1» ייי דזיבומאer Mischna. In der Mischna Kethubboth II, 1 — die Stelle wird auch angeführt Baba bathra 92 b. — findet sich als eigentümlich für die Hochzeit einer Jungfrau, im Gegensätze zu der einer Wittwe, der Umstand, dass sie aus dem Elternhause zieht in הינומא und mit aufgelöstem Haar. Im Jerusalemischen Talmud Kethubboth II (Anfang) heisst es, dass הינומא in Babylonien durch נמנומא, in Palästina dagegen durch פוריומא erklärt werde. נמנומא kommt von ״ נמנםschlummern“ und wird (J. Levy, Neuhebr. u. chald. Wörterbuch 111,400) als ״Schlummerdecke״ gefasst. פוריומא nimmt Pineies, Darka schel Tora S. 82 als neptwßiq ״ein die Schultern umgebendes Gewand.״ Fleischer bei Levy a. a. 0. I, 558 wollte פורימא lesen tpdprjßa ״Kleid״: doch passt dieser Ausdruck schon wegen seiner Allgemeinheit nicht. Le vy a. a. 0. IV, 17 bietet פלריומא ~<popr!p.a in der Bedeutung ״Sänfte״, so viel als (piperpov. Die Stelle Kethubboth 17b, wo הינומא von B. Jochanan erklärt wird als קריתא ״ דמנמנמא גה כלתאdie Sänfte, in welcher die Braut schlummert“ — gegenüber der anderen Erklärung ״runder Baldachin von Myrten — nennt er eine agadische Deutung (IV, 880). הינומא ist noch dunkel. Nach B. Chan an el (vgl. Aruch ed. princ.) wäre es griechisches hvoßoq ״gesetzmässig, üblich“, nach M. Sachs, Beitr. zur Sprachu. Altertumsforsch. I, 83 ößevaia (??); nach Kohut eöurjpa ״Bett, Schlafstelle״, welche Bedeutung das griechische Wort gar nicht hat. Die Stelle Kethubboth 16b zwingt uns unter הינומא eine Art Sänfte zu verstehen. Nun findet sich Jerus. Kethubboth I die Lesart הימונא, und dies deute ich als fjßiövuov ״Maultierfuhrwerk״. Wahrscheinlich lautete die ursprüngliche Lesart הימיונא, entsprechend dem הימיונוס ijßtovoq im Midrasch Genesis rabba § 82. Suidas bietet die Glosse: fjßtduetov Ceoyoq. ml ijßiovetY) xonpoq roo tßiovou. Ein Maultierfuhrwerk als Brautwagen erwähnt Photios Lexikon p. 52,22. £euyog ijßiovtxbv f) ßoetxbv £eu£avTeg t7ju Äeyoßivyv xktvida, ij itntv ößoia disdptp, ryv tfg vuß<p7)q ßiftodov Tzoioüvrat- Wie sehr das Fahren der Braut bei den Griechen Begel war, zeigt Pollux II, 195: $) xaßatxoug. ixaXouv dk ootcu t7)v obx i7tl Keuyouq xoßt&ßhyv vußpfy. Im Fall einer zweiten Verheiratung musste sich der Bräutigam im Hochzeitswagen durch einen Brautführ er vertreten lassen. Der Bezeichnung הימונא — die in jüdischen Kreisen unverstanden sich behauptet haben kann, auch wenn nicht gerade Maul-