Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 19 (1892)
- Issue
- 1 (1892)
- Date
- 1892-01-01
- Page
- Seite 90 (sequence 92)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/2572068-2572094-2572095--4403-2576345- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
90 Ueber den Einfluss des Accents auf die Dageschirung der Wörter ימה, למה׳ שמה etc. s. im vorigen Paragraphen.1). §. 8. Ueber die Redeteile. (Sikk. S. 19 u. 20). Das Hebräische hat, wie alle Sprachen, drei Wortarten: Nomen, Verb und Partikel; die letzteren heissen מליוח חר5ק, weil sie die »Verbindung״ der Worte herstellen; wären sie nicht, so würde der Sinn vieler Sätze unverständlich sein 2). Das Nomen ist entweder von einem Verbum abgeleitet (דבק לפעלים) oder nicht (3(נפרד מן הפעלים); von manchen der letzten kann man Verba bilden4), wie z. B. von dem Subst. כרם ein solches abgeleitet ist in 2 Kg. 25,12. Doch ist dabei zu bemerken, dass man ein solches Verb nur in der Conjugation an wenden darf, in der es sich findet; so darf man von der Form השלג, die Ps. 68,15 im Hiph. steht und vom Subst. שלג abgeleitet ist, nicht etwa auch ein Qal oder Piel bilden. Findet sich von einem Subst. in der h. Schrift kein abgeleitetes Verbum, so ist man zur Bildung eines solchen auch nicht berechtigt5). 1) Sikk. S. 67 u. 68. Ueber die eig. Accente, ihre Namen etc. schreibt Jos. Q. gar nichts; aus diesem Grunde hat Mose Hanakdan sein ס׳ הנקוד wahrscheinlich als Ergänzung zum Sikk. geschrieben (s. 0.). 2) Elia Lew. giebt Mahal. S. 46 eine andere Erkl.: ״die Partikel bezeichnet an sich gar nichts; soll sie Bedeutung erhalten, so muss sie erst mit einem Worte verbunden werden. RDQ. Michl. 66 b fast genau so wie Jos. Q. 3) Mahal. S. 86 u. Mich!. 49 a ff. dass. 4) AJE. Mosn. 39 b dass. 5) Vgl. AJE. (Mosn. 34b): ״Ein einziges von irgend einer Conjugation vorkommendes Beispiel berechtigt zur Bildung der ganzen Stammform; so darf man das ganze Hiph. von שמח bilden, ־ T wovon nur die eine Form השמ1־ןןק (Ps. 89, 43) nachzuweisen ist; hingegen giebt eine anomale Bildung wie וי0#חו nicht das Recht,