Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 19 (1892)
- Issue
- 1 (1892)
- Date
- 1892-01-01
- Page
- Seite 61 (sequence 63)
- Language
- German
- Belongs to
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61 II. Der Jude behauptet: Jes. kann nicht der wahre Messias sein, denn dann hätte er ebenfalls nach Gen. 49,10 zu einer Zeit kommen müssen, da das Scepter von Juda wich, was während der Regierung der Makkabäer, die doch Priester waren, geschah, also vor Jes. Erscheinen. Dagegen Alphonsus-Paulus: dass die Makkabäer selbt etwa *nütterlicherseits aus Juda gewesen wären, lässt sich nicht behaupten (s. Jg. 1890, 159 4), aber zu ihrer Zeit gab es ein Synhedrion, welches eine grosse Macht besass*) und sie bis 40 Jahre vor der Tempelzerstörung bewahrte. So wich zum ersten Mal, wie Onkelos auch meint(?), ״die Macht und das Scepter von Juda“ als Herodes zur Herrschaft gelangte, und dann ״die Gesetzeslehre von seinen Nachkommen,“ als die Mitglieder des Synhedrion von Herodes getödtet wurde.1) Wir brauchen nichts hinzuzufügen. — Wenn soviel Widersprüche, Unsinn und böswillige Uuwissenheit zusammengeraengt werden, hat man allerdings leichtes Spiel den Gegner im Kampfe der Meinungen zu überwinden, denn dieser findet kaum die Worte zur ernstlichen Widerlegung.2) נ) ut habetur in libro canhedri hierosol. . . in libro qui dicitur babraca (?) . . . et in libro abodasera. 2) Hier sei noch Einzelnes zu Jg. 1890 nachgetragen. Die p. 276 aus Farissol’s מגן אביהם citirte, die מדרשות של דופי betreffende Stelle wird auch von GraetzIX3, 1741 erwähnt. Unsere Ansicht, dass Vidal de Saragoza undDavila in die 1. (und nicht wie Gr. meint, in die 2.) Hälfte des 15. Jhs. und zwar als ältere Zeitgenossen Paulus de Heredia’s (s. Gratz VIII8, 224) zu versetzen seien, möchten wir doch aufrecht erhalten, trotzdem der Ausdruck: מעט קט, der vielleicht nicht so genau zu nehmen ist, dagegen zu sprechen scheint. — Zu p. 196 Anm. machte uns Herr Halberstam in Bielitz freundlichst darauf aufmerksam, dass bereits H. Chajes in בכו״העה״ח I, 13ff. auf jene Midrasch- und Pesiktastellen hinwies, die bei mittelalterlichen Autoren als ,'ירושלמי,/ bezeichnet werden, wozu noch zu vergleichen wäre Zunz, Ltgsch. der syn. Poesie 12 und 605, die uns nicht vorliegt. — Wir fügen noch Folgendes hinzu. Ueber kabbalistische Elemente aus ירושלמי in der gaonäischen Responsensammlung שערי תשובה s. MS. VIH, 152 und