Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 19 (1892)
- Issue
- 1 (1892)
- Date
- 1892-01-01
- Page
- Seite 60 (sequence 62)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/2572068-2572094-2572095--4373-2576315- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
60 3) nach Maimonides ist es den Juden gar nicht mehr ge► stattet, über schwere Verbrechen Recht zu sprechen und Todesurteile zu fällen, und 4) ist es gegen die Prophetie Hosea 3: ״dass Israel lange Zeit ohne König und Fürst, ohne Opfer und Altar sein wird.“ Vers hineingelegten Prophetie legt Abraham ihn Mi gasch in seinem כבוד א ל קי׳ (H. B. XIX, 42: Const. 1585; cf. Thes. p. 235 No. 8: 1605; s. auch Weiss’ ד״דוד V, 2392) f. 124 ab: שאר הגליות והיו שם (?) מלכים ושרות כמו בארץ פלאם ה אשר בארץ החבש. . . וכן בארצות ת מ ן. . . שם מלכות גדול ועצום ליהודים. . . ומהם היו ראשי שרים ופחתים באפים. . . וכן בואדי אלקרניין צפוני למיכיי מהלך ב׳ ימים יש שם פחת ליהודים. . . וכבר ראיתי א׳ מהם. . . וא׳ שהם כמו אלף ות״ק בתים בקרוב ועליהם נשיא א/ וכולם משבט מנשה ויש להם ספר היחם; וכן יש בין וקוראים להם (cf. A. Epstein•, Eldad 25) ערב בצרה למכ״ה משפחות ב״י בני א ל אש ב אט... וכתבתי זה להגיד כי ישר דבר ד׳ האל הנאמן וקיים בדבורו שכתוב לא יסור שבט מיהודה וגו׳. Es ist dies jedoch unseres Wissens das einzige Beispiel von einer Auslegung (vgl. Jg. 1990, 192 A.), die so weit geht, aus den sagenhaften Berichten über die selbständige Machtstellung und glückliche Lage der Nachkommen des Zehnstämmereichs Belege für die stetige Aufrechterhaltung der Zusicherung von der ewigen Herrschaft Juda’s zu erbringen, was, soweit es uns bekannt ist, weder die Erzählungen Eldad’s, noch die sonstigen Berichte üher den Verbleib der 10 Stämme und der Söhne Mose’s tun (s. die interessante Zusammenstellung von N eubauer im IV. Sammelband der מ״נ). Doch erscheint es uns nicht als unwahrscheinlich, dass Eldad z. B. bei Abfassung seiner nach Spanien gesandten Epistel (s. Epstein L c. 27) mit von der Tendenz geleitet wurde zu zeigen, dass nicht überall Juden unter der Zuchtrute seufzen, sondern noch ״Scepter und Gesetzgeber“ besitzen wie zu David’s Zeiten, damit nicht Jene, welche dem Judentum jede Berechtigung zu seinem Bestände absprechen wollen, ausrufen können (s. Julian von Toledo, 686, bei Graetz V, 167): ״Suchst du das Reich der Juden? Es giebt keines.“ — Zur Widerlegung dessen genügte es dann die jüdische Herrschaft in eine christliche zu verwandeln, was in den Briefen des Priesters Johannes geschah, welche so wahrscheinlich den Eldaderzählungen ihre Entstehung verdanken (s. Epstein, 1. c. XXIV und vrgl. Gaster in Oesterr. Wchschr. VIII, 306 und dazu 353; das jüngste Referat über die jüd. Johannesbriefliteratur in Brüll’s Pop.-wiss. Monbl. XII, 56 ff. hat es ganz ausser Acht gelassen, dass ״in diesem Briefe uns unsere eigenen Legenden wiedererzählt werden.“)