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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1892-01-01 · 1 (1892) · p. Seite 58

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Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
19 (1892)
Issue
1 (1892)
Date
1892-01-01
Page
Seite 58 (sequence 60)
Language
German
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58 (1432 ף(4 ־, noch die Annotationes zur lyranschen Postille* 2) *von Paulus de Santa Maria (Salomo Levi) Burgensis (st. 1435) erlangen konnten, müssen wir uns darauf beschränken aus seinem ״Dialogus3 * * * *) (dist. III, c. II.) Einiges mitzuteilen, wie es der Franziskanermönch Alphonsus de Spina in sein Fortalitium fidei contra Judaeos etc. (1460) aufgenommen (ed. Lyon 1511, lib. III, f. 128b f.). Wir werden auch hier Beweisgründen begegnen, die aus Pugio fidei zu stammen scheinen. Alphonsus kehrt die Sache um. Im XVIII. und XIX. Argumentum lässt er den Juden aus einem zweifachen Grunde behaupten, dass der Messias noch nicht gekommen sein könne, was er dann zu widerlegen sucht. dem hebräischen Urtexte des Gebotes der Nächstenliebe (Lev. 19,18) die chaldäische Form der Umschreibung vorzog (cf. Güdemann’s geistvolle Schrift ״Nächstenliebe“ p 10 f. u. 87 f.). Uebrigens wird auch R. Akiba, der bekanntlich an den Traditionen der Hillerschen Schule festhielt, und der nach Sifra z. St., Ber. r. 24, j. Nedarim 41c. ואהבת לרעך גו׳ als בלל גדול שבתורה bezeichnet, in der zweiten Version der Abot dRN. ed. Schechter c. 26 p.כ״ז eine ähnliche Wendung in den Mund gelegt: הוא כללה של תורה מה דאת ס נ י ל גר מ ך לחברך לא תעביד. — Nach dem Gesagten ist es nicht unmöglich, dass schon zur Zeit des Tempelbestandes ein biblischer Satz in chaldäischer Uebertragung von einem Hohenpriester in seinem Gebete verwendet wurde. — Die im TO. sich wiederfindende Stelle wäre Zunz, GV.8 67b nachzutragen. — Hinweise auf Einzelnes aus dem Vorstehenden verdanken wir den Vorlesungen und mündliehen Mittheilungen unseres hochverehrten Lehrers Herrn Sem.־ Rabb. Dr. J. Lewy. 0 S Graetz, Geschichte VIII, 80 A. - cf. Jg. 1890, 158*. 2) In der Biblia sacra c. glossa ordin. a Strab. Fuld. collecta, Lyon 1590, Antw. 1684. 3) Ueber dieses Buch des Paulus gaben uns die Bibliographen, soweit wir sie sehen konnten, keineu Aufschluss. Vielleicht ist es, identisch mit ס׳ פאולינה dessen Chajim ibn Musa in מגן ורומח Erwähnung tut (s. Graetz VIII, 423 und Kaufmann in ב״ת II, 113), das auch sonst unbekannt ist und hinter demLoeb, Revue XVIIL 230f., nachdem er 1. c. דון שלמה הלוי liest, das Scrutinium scripturarum vermutet.

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