Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 19 (1892)
- Issue
- 1 (1892)
- Date
- 1892-01-01
- Page
- Seite 57 (sequence 59)
- Language
- German
- Belongs to
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57 Auch der eine Segensspruch für Israel, den der Hohepriester nach der Vorlesung aus der Tora (Mischna Joma VII, 1 [Toss. IV, 18] und Sota VII, 7), soll nach Maimonides dahin gelautet haben: (Mischnacomm. Sota) ויתמיד ממשלתם oder (Mischne tora, Hilch. jom hakk. III, 11): ולא יסור מתן מלך; cf. 91 חמדתc: ולא יסור שבט מלוב׳, wofür die uns vorliegenden G-eraaratexte, Joma b. 70 a u. j. 44b; Sota b. 41a u. j. 22 a nicht die unmittelbare Quelle bieten. —־ Die Frage, warum der Hohepriester nach der einen Relation in seinem Gebete nicht die hebräischen Worte des Urtextes לא יסור שבט מיהודה (wie sie auch ungefähr Maimonides Mischne tora 1. c. IV, 1: לי״ש מבית יהוד׳ wiedergiebt) gebrauchte, wirft bereits mit Bezug auf לעולם לא ישאל...בל' ארמי (Sabbat 12b) D. Oppenheim in N. Keller’s Bikkurim II, 44 n. auf. Sollte lediglieh das paraphrasirende מרבית יהוד׳ hervorgehoben werden im Gegensatz zum alten Stamme? Oder deutet vielleicht gerade die aramaische Form auf ein höh er es Alter der Tradition R. Jehuda’s hin? S. auch Berliners Targum S. 81. Denn einzelne recht alte kurze Halacha’s und agadische Aussprüche aus vormischnischer Zeit werden uns nicht im neuhebräischen, sondern eben im chaldäischen Idiom überliefert. So das in eine sehr frühe Zeit hinaufreichende Zeugnis Jo s e b. Joeser’saus Zereda in Mischna Edujot VIII, 4, die Verkündigung des Sieges über Antiochus Kyzikenos (110),die Johann Hyrkan (durch Bat Kol) im Allerheiligsten vernommen (נצחו טלייא כר Sota Toss. 13 5, b. 33a, j. 24b; cf. Graetz III4, 75 f.), eine ähnliche Mitteilung durch höhere Eingebung (בטילת עבידתא כר ib., כדת XI und Midr. Cant. 8, 9), die שמעון הצדיק, dem Hohenpriester zuteil wurde (nach Graetz III4, 573, 740 u 760 Simon Kantheras c. 40p. zur Zeit Cajus Caligula’s ג)קסק(ג)לגס גייס גוליקס), oder גיוסלוקין; vergl. jedoch ו א נטי וכוס ו ו.ס ק לגס: סע״ז) und zu der ausdrücklich bemerkt wird ובל, ארמי שמע, und vor Allem Aussprüche von Hille 1 Abot I, 13, II, 6 (vielleicht auch nach Bacher, MS. XXXI, 106 ff. V, 22—3; cf Horowitz, MS. XXXII, 311), womit zu vergleichen ist AdRN. ed. Schechter, 12 נו״א p. 48 und p. בל׳ בבלי ד׳ 27 נר׳ב יכ״ח דבר׳ p. 56: ה׳ דברים; fer er j. Ber. 14d, בש׳ דמכנשין, j. Sukka 25b: דאג ן הכא, das Gespräch mit seinen Schülern Lev. r. c. 34 (Bacher 1064). Dass Hillel sich der Vulgärsprache ל׳ הדיוט befleissigt habe, s. nach B. M. 104 a, Ket. Toss. IV9 u. j 28 c Kämpf im Ltbl. d. Or. X, 59593 (Mit Ab. V, 6 ist zu vrgl. die ältere Form צבתא בצבתא Er. j. 26a, Toss. XI83; Chag. Toss. I 9 u. Pess. b. 54b; s. auch R. Meir im Namen R. Akiba’s Toss. Meg. IV6 u. Ket. VIIÖ; ferner Ket. b. 72a und j. 31b). — Im Hinblick auf das Gesagte dürfte es sich vielleicht auch erklären lassen, warum Hillel in seiner Antwort an den Heiden (Sabb. 31a)