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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1892-01-01 · 1 (1892) · p. Seite 39

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
19 (1892)
Issue
1 (1892)
Date
1892-01-01
Page
Seite 39 (sequence 41)
Language
German
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39 Dies ist ein Gebet, möge Dein Gebet erhört werden, denn es heisst (Psalm 19, 6) vor seiner Hitze ist Niemand geborgen (Jerusch. Sanhedrin X 29 c,l~Wajikra rabba 16). 10) Antoninus fragte unsern Rabbi: Was bedeutet das, was geschrieben steht (Job 9, 23): Wenn eine Geissei tödtet unversehens, so spottet er der Herzensangst der Unschuldigen? Da antwortete Rabbi: Gesetzt man befiehlt, dass Jemand hundert Streiche erhalte und als Ersatz für diese ihm hundert Denare gegeben werden mögen; er aber (der die Schläge nicht ganz bis zu Ende ertragen konnte) bekommt dann gar nichts. In diesem Falle verspottet man den Geschlagenen.1) (So geht es auch demjenigen, der bei den Leidensprüfungen nicht Stand hält. Er hat gelitten und erhält keinen Lohn dafür) (Bereschit rabba c. 84, vgl. Jalkut zu Job das.). 11) Antoninus fragte Rabbi: Darf man einen Altar bauen? (da nach der Thora ausserhalb des jerusalemischen Heiiigtums zu opfern verboten ist). Rabbi erwiederte: Man darf einen solchen bauen, wenn dazu behauene Steine verwendet werden (damit er nicht dem des Heiligtums gleiche, der aus unbehauenen Steinen gebaut werden muss (Exod. 20, 25). Darauf fragte Antoninus ferner: Darf man sich Räucherwerk bereiten, (wie es im Heiligtum bereitet wird). Rabbi antwortete: Es ist gestattet, wenn eine von den Spezereien (die im Heiligtum dazu verwendet wurden) weggelassen wird (Jerusch. Megilla I 72 b). Der jerusalemische Talmud stellt dann die Frage: Ist denn nicht gelehrt worden: Es heisst in der Thora (Exod. 40, 37): ״Ihr sollt euch (heiliges Räucherwerk) nicht bereiten“, es dürfen aber Andere (Nichtjuden) es bereiten (warum hat also Rabbi es nicht ohne Weiteres dem Antoninus gestattet)? Darauf antwortet R. Chananja: Rabbi hatte den R. Romanus hingesendet, um es dem 1j Das Wort נקיים scheint Eabbi als לקיים (Geschlagene) zu erklären, wie der Talmud das לא ינקה mit מלקין ומנקין erklärt. Ygl. Schebuot 21a.

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