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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1892-01-01 · 1 (1892) · p. Seite 38

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
19 (1892)
Issue
1 (1892)
Date
1892-01-01
Page
Seite 38 (sequence 40)
Language
German
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38 der sieh später gegen Antoninus empörte, Aegypten eroherte und sich zum Imperator machen wollte. Thatsache ist, dass Marc Aurel um 175—176 in Aegypten war (Capitolmus, vita M. Ant. 26), wie dies aus einer in Alexandrien gefundenen Inschrift hervorgeht (vgl. Forcellini Onomasticon y. M. Aurel. Ant. 27). Wenn die Unterredung auf den Aufstand des Isidorus Bezug hat, so ist sie allerdings nicht historisch, da Marc Aurel um diese Zeit gegen die Markomannen kämpfte. Allein Rabbi konnte dem Kaiser bei der Gelegenheit, da er nach Alexandrien ziehen wollte, die Weissagung Ezechiels, die sich eben erst beim jüngsten Kampfe wieder erfüllt hatte, mitgetheilt haben, was dann in der Agada in vorliegender Form berichtet worden sein mag. 8) Antoninus fragte unsern heiligen Rabbi: Darf man in jeder Stunde beten? Rabbi antwortete: Es ist verboten. Jener fragte: Warum? Darauf Rabbi: Damit man nicht Gott gegenüber leichtsinnig sich benehme. Antoninus nahm diese Antwort nicht an. Was that unser heiliger Rabbi? Er ging früh Morgens zu ihm und sprach: Sei gegrüsst 0 Herr! . . . Nach einer Stunde ging er wieder zu ihm und sprach• (Sei gegrüsst) 0 Imperator! . . . Wieder nach einer Stande ging er zu ihm und sprach: Heil über Dich 0 König! Antoninus sprach zu ihm: Warum achtest Du so gering den Herrscher? Darauf Rabbi: Mögen Deine Ohren hören, was Dein Mund spricht! Wenn Du, der Du Fleisch und Blut bist, von demjenigen, der in jeder Stunde Dich begrüsst, behauptest, er achte Dich gering, um wie viel mehr darf der Mensch nicht den König aller Könige in jeder Stunde belästigen. (Tanchuma 9 מקץ; ed. Buber das. 11). 9) Antoninus kam zu Rabbi und sprach zu ihm: Bete für mich! Da sprach Rabbi: Mögest Du vor Kälte behütet sein! Da sprach Antoninus: Dies ist kein Gebet, einen Mantel mehr, und die Kälte ist fort! Darauf Rabbi: Mögest Du vor Hitze behütet sein! ba sprach Antoninus:

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