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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1891-01-01 · 1 (1891) · p. Seite 266

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Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
18 (1891)
Issue
1 (1891)
Date
1891-01-01
Page
Seite 266 (sequence 269)
Language
German
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266 Salman wohl wissen können; die Moabiter haben damals öfter Streifzüge in israelitische Gebiete unternommen. In Ar bei sieht I. E. richtig einen Ortsnamen und nicht, wie Kimchi, eine Person. Freilich wissen wir nicht mit Bestimmtheit zu sagen, wer damit gemeint ist. Greifen wir einige wenige Notizen heraus, welche I. E. zu Versen aus den kleinen Propheten macht; auch hier zeigt sich sein Scharfsinn in hervorragender Weiso. Arnos V, 26 sagt er zu :כיון ומלת כיון ידוע בלשון ישמעאל גם סרס כי הוא כיוא״ן והוא שבתי כי עשו לו צלם. Diese Worte hat David Kimchi1) offenbar von ihm entlehnt. Es ist Aufgabe neuerer Zeit gewesen, den Nachweis zu liefern, dass das arabische dem babylonischassyrischen ka-ai-va-nu entspricht. Die LXX haben das verstümmelte Patpav, während Pesch, richtig hat. Es ist dies das Saturngestirn, welches als Sternbild des siebenten Tages bei den Babyloniern, Persern, Mandaern, Arabern, Ssabiern (noch heute) verehrt wurde; daher auch der hebräische Name שבתי d. i. Sabbatstern, sowie engl. Satur-day d. i. Saturntag ־=־ Samstag ist2). Bei den Babyloniern ist nun Kaivan mit Saturn identisch; jeder Wochentag hatte bei ihnen, wie bei allen Völkern fast, seinen Gott, seinen Stern. Sonntag Samas (שמש); Montag sin etc., Freitag Ister Venus (Vendredi)3). Dieser Kaiman Kaivan כיואן <as> Saturn entspricht nun dem siebenten Wochentage. Die sieben Planeten, denen sieben Götter bei den Babyloniern identificiert wurden, sind: *) Kimchi hat vor I. E. voraus, dass er richtig eingesehen, סכות müsse ein Götzenbild, ein Gestirnbild gewesen sein; er weist auf מלכת שמים (Istar) hin. 2) Vgl. Schräder KAT S. 344. 3) S. Jensen, ,.Kosmologie und Kosmogonie der Babylonier“ S. 113 u. a. 0.

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