Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 18 (1891)
- Issue
- 1 (1891)
- Date
- 1891-01-01
- Page
- Seite 262 (sequence 265)
- Language
- German
- Belongs to
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262 — barer Weise. Zu Genes. Cap. XLVI v.37: ט תועבת מצרים וכף sagt Ibn Esra, dass zu damaliger Zeit den Aegyptern Fleischgenuss untersagt gewesen sei und das Schlachten von Schafen nicht gestattet war, wie in Indien, wo ebenfalls der Genuss von Rindfleisch verboten wäre. Diese befremdende Notiz beruht auf historischer Wahrheit. Fleisch wurde im alten Indien nur bei festlichen Anlässen gegessen, bei Opfermahlzeiten und ähnlichen Ereignissen. In einem Speisenverzeichnisse, das uns erhalten ist (Avesta 5, 29, 6), ist Fleisch nicht erwähnt; wohl sind da zu finden: Rührtrank, Milch, wildwachsende Körner und Obst, Grütze, Brei. Hauptnahrungsmittel für Jung und Alt bildete die Milch; sie wird hochgeschätzt: »In Milch beruht Alles, was athmet und nicht athmet*4 (Rig-Veda 3, 35, 39). Getreidekörner wurden auch den Göttern vorgesetzt. ״Die von Tag zu Tag gleichen Getreidekörner verzehre, 0 Indra“ *) (1. c.). Wer unabsichtlich eine Kuh getötet, der musste sich das Haupt scheeren, die Haut der getöteten Kuh als Kleid nehmen, auf die Weide gehen und dort die Kühe begrüssen und bedienen. Hierher gehört auch die Bemerkung, welche Aben Esra zu Exod. VIII v. 22 macht. Er polemisirt gegen die Ansicht, dass den Aegyptern das Lamm heilig gewesen sei, weil sie das Gestirn ״Widder44 verehrten und sagt: ולסי דעתי כי אנשי מצרים בימי משה היו על דעת אנשי לנדיא״ה (שהם יותר מחצי העולם) ובלם הם בני חם ואינם אוכלים בשר עד היום. נם דם וחלב וביצים וכלל כל דבר שיצא מן החי. והם מתעבים מי שיאכל אותם. ומלאכה נמאסת בעיניהם לרעות הצאן .... ועד היום לא יניחו אדם שיאכל בשר בארצם. Das einzige Land und Volk, für welches besagter Brauch zutrifft, ist Indien, und in dem Worte לנדיא״ה wird wohl dasselbe wie in הודו (I. E. zu Gen. XLVI, 28) zu erblicken sein. Aus den angeführten indischen Quellen ist ersichtlich, dass vegetabilische Kost in ältester Zeit schon den Vorrang in Indien einnahm. *) Vgl. Zimmer, Altindisclies Leben S. 268 ff