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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1891-01-01 · 1 (1891) · p. Seite 256

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Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
18 (1891)
Issue
1 (1891)
Date
1891-01-01
Page
Seite 256 (sequence 259)
Language
German
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256 Eine (Stelle in ibn .Esra’s Commentar. Im Magazin v. J. S. 232 ff giebt Herr Dr. Feuchtwang ״Einige Bemerkungen zu Ibn Esra, dem Historiker, in welchem er bei Erklärung einiger dunkeln Stellen, die Genialität des grossen Exegeten bewundert, der ״schon gewusst, was wir erst errathen und erschliessen mussten.“ Die angeführten Beispiele würden in der That von dem ungewöhnlichen Scharfsinne eines mittelalterlichen Exegeten, für den die Trümmer Babylons und Ninivehs mit Schutt und Asche bedeckt waren, ein glänzendes Zcugniss ablegen, wenn — sie zutreffend wären. Dies ist aber nicht der Fall, sondern Herr Dr. Feuchtwang hat, wie dies ja auch sonst häufig geschieht, in den zu erklärenden Autor seine eigenen Ansichten hineingelegt, oder wenigstens in ihm wiedergefunden. In dem ersten der angeführten Beispiele (Gen. 10, 12) הקרוב אלי שהוא דבק עם ויבן את נינוה ולהיותו דבק עם רסן או עם בלח איננו רחוק:“ hat das Wort דבק im zweiten Theile des Satzes natürlich dieselbe Bedeutung wie im ersten, nämlich grammatisch: ״bezieht sich auf“; gegen die ״geographische Anwendung“ von קרוב spricht schon das dabei stehende אלי. Die Stelle bedeutet demgemäss nur: Wahrscheinlich ist mir, dass es (seil. העיר הגדולה) sich bezieht auf: ויבן את נינוה, doch auch dass es sich beziehe auf רסן oder כלח ist nicht ganz unwahrscheinlich“. A. E. hat also die Ansicht, dass העיר הגדול׳ sich auf Niniveh beziehe, und will danebeu die Ansicht gelten lassen, dass es zu Besen oder Chala gehöre, keineswegs aber die, dass die 3 Städte zu einer Stadt verbunden gewesen seien. Uebrigens hätte es, wenn die Auffassung, die Herr Dr. F. hat, berechtigt wäre, nicht להיותו דבק, sondern להיותה דבקה heissen müssen, da doch sowohl העיר הגדולה als auch נינוה (cf. Neh. 3, 7 11. ö.) fern. gen. sind, להיותו דבק sich also auf das vorausgehende שהוא (seil. ויבן וג׳) beziehen muss. Weniger Gewicht will ich darauf legen, dass in der ersten Kecension (Friedl. S. 57) durch die Worte: היא העיר הגדולה המפרשים כלם אומרים כי הוא נינוה רק מפרש אחד היה אומר כי הוא רסן jede Zweideutigkeit ausgeschlossen wird. Aehnlich verhält sich die Sache bei dem zweiten Beisp. (Gen. XI, 9). Es wäre in der That merkwürdig und interressant, wenn A. E. בבל von בב אל abgeleitet hätte, ohne Fr. Delitzschs ״Paralegomena“ oder ״Paradies“ gelesen zu haben, indess lag für ihn nur grammatisch die Schwierigkeit vor, dass die Radicale von בלל mit denen von בבל nicht übereinstimmten (vgl. jedoch: Gesenius Lex. v. Miihlau u. Volck s. v.), und fand deshalb

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