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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1891-01-01 · 1 (1891) · p. Seite 230

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Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
18 (1891)
Issue
1 (1891)
Date
1891-01-01
Page
Seite 230 (sequence 233)
Language
German
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230 gegen die Juden anzureitzen; Ess besteht aber dessen beschuldigung in lauter erdichtet calumnien und unerleidtlichen auf meinen gnädigsten Churfürsten und Herrn, mit dessen consens und approbation ich den truck vorgenommen habe, redundirenden Injurien, welche jüdische unbefugte anklag ich schon vor 8 tagen ihrer Churf. Durch!, unterthänigst notificiret und darüber auf das hofftigste geklaget habe, dan was die vorgegebene und mir imputirte erdichtete falsche aufflag betrifft, so ruffe ich darüber Gott zum Zeugen an, dass nicht das Geringste im ganzen Buch enthalten seye, welches falsch und von mir erdicht seye, indem ich alles auss der Juden eigenen büchern mit anziehung ihrer eigenen wortten und deren trewer Übersetzung beweisen und sowohl was vor, als wider sie ist, vorstelle, wie ich dan vor der gantzen ehrbaren weit dessen inhalt verthättigen kann; Was aber die andre beschuldigung angeht, dass ich dass buch zur anstifftung einer aufruhr wider die Juden in teutsch geschrieben haben soll, so ist dasselbige ebenso falsch als die vorhergehende, dan im gantzen buch nichts zu finden ist, dass hierzu ziehlet. Im gegenteil bitte ich im 2. Cap. des I. Theils, in welchem von den lesterungen gegen Christum gehandelt wirdt, pag. 63 den lesser, dass Er dannen her ursach nehmen möge, Gott zu bitten, dass Er sich der Juden erbarmen, ihnen ihre verfinsterte hertzen erleuchten und Sie zur erkanntnus Christi bringen wolle, so weise ich auch im letzten Cap. des 2. Theils, welcher gestalt man freundlich mit ihnen verfahren solle, damit Sie zur christl. Religion su tretten ursach haben mögten, zu geschweigen, dass es von gemeinen leuthen, weil es zu kostbar für Sie ist, nicht gekauffet und also auch nicht gelesen werden wird: dass ich aber dass buch in teutsch geschrieben hab, ist zu dem end geschollen, damit die teutsche Nation, unter welchen viehl Juden wohnen, daraus sehen möge, worinnen der Juden grosse irrthumb in vielen stücken bestehen und Sie in der christl. Religion desto mehr gestercket werden und keiner

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