Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 18 (1891)
- Issue
- 1 (1891)
- Date
- 1891-01-01
- Page
- Seite 229 (sequence 232)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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mich zu solchem End hieher begeben könne, sondern auch gnädigst befohlen, dass mir meine besoldung in solcher Zeith fortgereichet und der aussstandt zu Bestreitung der trucker kosten, weil ich den Verlag selbsten thue, bezahlet werden solle, ja alss ich auch den 12. July jüngsthin bei höchstgedachter Ihrer Churf. Durchlaucht umb den blossen Titul eines Professoris Hebraicae Linguae zu dem End unterthänigst angesuchet, damit mein Buch gegen die Juden desto mehr consideriret werden möge, weilen meine Cantzley bedienung mit denen orientalischen Sprachen keine gemeinschaft hat, so haben Ihre Churf. Durchl. wegen solches buchs mich zu Professore publico.et ordinario Linguarum orientalium bey der Universität Heidelberg gnädigst constituiret und also zum 2. mahl mein werck gegen die Juden nach eingezogenem bericht des gantzen inhalts desselben miltiglichst approbiret und dessen truckung verwilliget. Ueber dass auch hab ich Ew. Kay. May. Kath und bücher commissario allhier Herrn Decano Yollmann, welcher den ganzen I. Theil schon vor zweien Jahren durchlesen und approbiret hat, mich gebührend angemeldet, ehe ich etwas habe trucken lassen und die sach mit dessen consens und gutheischen angefangen, auch dass buch andern gelehrten leuthen zu lesen gegeben, welche es alle für ein nützliches, zu Gottes ehr und der Christen unterricht sehr dienliches werck gehalten. Ohneraehtet aber dessen hat kürtzlich ein Jude zu Wien, nahmens Sambson Wertheimber ohne Zweyffel auf anstifftung der Frankfurter Juden sich nicht entblödet, bey Ew. Kay. May. gegen mich mit Verschweigung meines Namens, damit man nicht mercken solte, dass die Frankfurter Juden ihn dazu angeeifert haben, eine klagschrift zu überreichen, darinnen Er mich beschuldiget, alss wan ich mein buch nicht allein mit allerhand erdichteten und gehässig aufflägen angefüliet, sondern auch selbiges vermutlich zu dem ende in teutscher sprach geschrieben hätte, umb durch dessen lesung dem einfältig Mann und das landtvolk zu einer grossen Verbitterung Magazin, Heft III, 1891. 15