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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1891-01-01 · 1 (1891) · p. Seite 222

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Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
18 (1891)
Issue
1 (1891)
Date
1891-01-01
Page
Seite 222 (sequence 225)
Language
German
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222 So bestechend dieses Schreiben lautet, so wenig wurde durch dasselbe die Ansicht des Kurfürsten alterirt. Um jedoch nicht einseitig vorzugehen, schickt dieser die Zuschrift des Königs Friedrich an Kurmainz ״im Vertrauen, umb dero Gemütsmeinung zu vernehmen, wohin der König in Preussen zu beantworten wehre“, da er nichts thun möchte, was dem Kurfürsten von Mainz ״den allergeringsten Unwillen causieren könnte.“ Wie nicht anders zu erwarten, erhielt der König von Preussen eine ablehnende Antwort (9. Januar 1703). In derselben verwahrt sich zwar Kurfürst Johann Wilhelm dagegen, als ob er das erwähnte Verbot in der Absicht erlassen habe ״der Judenschaft einigen favor zu erzeigen“; aber es seien ihm vielfache Bedenken vorgestellt worden, aus denen hervorgehe, dass es besser sei, solche Bücher, die mehr zur ״Ostentation“ und zum ״Scandal“, als zur ״Unterweisung des gemeinen und einfältigen Mannes“ dienen, vollständig zu unterdrücken, wie auch aus der beiliegenden Abschrift eines von Kurmainz an den Kaiser gerichteten Schreibens (das oben mitgeteilt wurde) genügend hervorgehe. Am gleichen Tage erinnert der Kurfürst seinen Hof־ kammerdirektor an den schon früher ergangenen Befehl, mit den Frankfurter Juden wegen der an E. zu leistenden Entschädigung wiederholt in Unterhandlung zu treten und, falls er allein nicht zum erwünschten Ziele gelange, sich hierwegen mit dem Kur mainzischen Hofrat Berninger in’s Benehmen zu setzen und sich seiner ״information und Anleitnng zu bedienen.“ In einer neuen Eingabe vom 7. Juli erbat sich E. die Hilfe des Kurfürsten, nachdem er am 29• Juni durch seinen Buchdrucker Job. Phil. Andreä in Frankfurt in Erfahrung gebracht hatte, dass ein Nachdruck seines Buches in Hamburg oder dessen Nahe oder in Holland in Ausführung begriffen sei, wie dieser den ״Hamburgischen remarquen“ entnommen habe. E. beklagt sich bitter hierüber, nachdem er viel Geld auf den Druck verwendet

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