Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 18 (1891)
- Issue
- 1 (1891)
- Date
- 1891-01-01
- Page
- Seite 221 (sequence 224)
- Language
- German
- Belongs to
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221 am 2. Mai, auf mehr als 30,000 fl., ja sogar ein Jahr später auf 30,000 Rthlr. (s. u.) angewachsen ist!! Am 8. Mai ergeht Bericht des Hofkammerdirektors an den Kurfürsten des Inhalts, dass er mit dem Kurmainzischen Minister in Wiesbaden wegen der Höhe der an E. zu leistenden Entschädigung Rücksprache genommen und dieser ihm eröffnet habe ״dass Ihrerseits zu solcher indemnisirung gedachten E.s auf L000 fl. oder höchstens 1000 Tblr. angetragen werde.“ Die in dem angcschlossonen Schreiben E.s gestellte Forderung von über 30,000 fl. erscheint ihm (Yioläth) ״zu excessif“; er erwarte daher zunächst des Kurfürsten En tschliessung ״ob seines Ein Wendens ohnangesehen E.ss bei der bereits gnädigst anbefohlenen inhibition sein verbleiben haben solle, welchen falls er E. sich sodann zu einem billigmessigeren abstand, als er in seinem schreiben anführt, vielleicht bequemen dörfe.“ Während diese Unterhandlungen sich in die Länge zogen, wendete sich der König von Preussen, der, wie oben bemerkt, schon früher zu Gunsten E.s intervenirt hatte, mit einem eigenhändigen Schreiben an den Kaiser (9. September). Dieses Schreiben (von Wolf S. 430 inhaltlich mitgeteilt), überschickte der König abschriftlich an den Kurfürsten Johann Wilhelm (d. d. Cölln an der Spree 18. Nov.) mit dem Bemerken, dass, wie ihm mitgeteilt worden sei, eine etwaige günstige Antwort des Kaisers keinen Wert habe, solange er (der Kurfürst) dem Autor den Verkauf des Buches nicht gestatte. Deshalb könne er ״auf fernere instantz der Interessenten“ nicht umhin, den Kurfürsten ״freundvetterlich“ zu ersuchen, er möge ״dem Autori die Gnade und Uns den sonderbahren Gefallen, dem Publico auch die ergötzlichkeit erweisen und den Verkauf des Buches nicht ferner hemmen; Wir werden es erkennen, wie Wir sollen und Unsere wilfähngkeit in allerhandt begebenbeiten möglichster massen erwidern, Alss dero Wir zu erweisung angenehmer Freundschaft stets willig und geflissen verbleiben.“