Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 18 (1891)
- Issue
- 1 (1891)
- Date
- 1891-01-01
- Page
- Seite 220 (sequence 223)
- Language
- German
- Belongs to
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220 schrift seines Buches eröffnet war. Er gibt in demselben seinem Schmerzgefühle darüber Ausdruck, dass er nicht nur bei dem Kaiser, sondern auch bei dem Kurfürsten durch die Juden so sehr ״denigrirt“ sein müsse; er beziehe als Professor ein so geringes Einkommen und müsse nun ohne Besoldung, (da ihm unterdessen auch der Registraturdienst entgangen ist) in Heidelberg, als einem theuern Ort, leben, während er doch mit seinem Buch mehr als 20,000 fl. hätte verdienen können. Auf der Rückseite dieser Zuschrift heisst es, es sei hierauf zu antworten: ״Ihre Kurf. Durchlaucht were niemahlen etwas widriges gegen ihn vorgebracht worden und heile er sich dero gnad und protection jeder Zeit gesichert zu halten; weilen aber von hohen ohrten starke exstantien beschehen, seheten Ihre Kurf. Dhl. gnädigst gern, dass er gegen billige ersetzung des Schadens und kosten sein Buch supprimirte und hette Ihre Krf. Dhl. dem v. Violäth disfalls mit ihme sowohl als der Judenschalt zu tractiren befelch ortheilt“. Am gleichen Tage wurde E. durch den mehrgenannten Hofkammerdirektor aufgefordert, seine Forderung zu stellen, ln seiner Antwort vom 2. Mai spricht E. zunächst ein Langes und Breites über den grossen Werth seines Buches (mit den gleichen Worten, wie in seinem an den Kurfürsten gerichteten Memorial Beil. IV) und bittet Seine Excellenz, bei dem Kurfürsten für seine Unschuld einzutreten und bis zum Eintreffen des Kurfürstl. Bescheids die Angelegenheit in der Schwebe zu lassen, da er sicher hoffe, dass der Kurfürst das Dekret wieder abändern werde. ״Was den Schaden anbelangt, welcher mir verursachet wird, wann das buch wider verhoffen supprimirt werden solte, so belauffet sich derselbe über;30,000 fl., wie ich sonnenklar erweisen kann.“ (Dieser Satz ist von E• selbst unterstrichen ) Merkwürdig ist es, dass der Schaden, den E. am 24. April auf 14,600 fl. taxirt, 4 Tage später schon auf mehr als 20,000 fl. und nach weiteren 4 Tagen,