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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1891-01-01 · 1 (1891) · p. Seite 158

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Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
18 (1891)
Issue
1 (1891)
Date
1891-01-01
Page
Seite 158 (sequence 161)
Language
German
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158 liebenden Jungfrau ausdrticken soll. Dann wäre ״Freundes Sehnsucht״ die passende Ueberschrift des Gedichtes. — 113, v. 33 ff. ist dunkel. Zu אפדה בנפשי vgl. Nr. 68, v. 10: צבית חן .נפשי פדות לו ist wohl nicht, wie R. z. St. erklärt, die holde Seele des geliebten Freundes, sondern entsprechend dem צבי חן in Nr. 68, v. 5, das nach H. L. 2,9 ebenso wie עפר den Geliebten bedeutet, auf die Geliebte voll Anmuth (vgl. יעלת חן Spr. 5,19) zu beziehen. אשר אחרה יום שוב דלתי «die aufgeschoben hat den Tag der Rückkehr zu meinen Pforten“ (nach R’s. Erklärung übersetzt) scheint mir sprachlich unzulässig. Weder אחר Jnit Obj. יום in der Bedeutung auf — oder hinausschieben noch דלתי als accus, loci möchte ich für richtig halten. Auch scheint das Wort- ריקם nicht zu שלחה zu gehören, sondern zu שוב, denn ריקם in Verbindung mit שלח bedeutet nicht ״vergebens“ sondern ״leer, unbeschenkt ausgehen lassen“, wie z. B. I Mos. 31,42 u. 0. Dagegen ist R’s. Vermuthung יערה statt נערה in v. 34 vortrefflich und zeigt einen Weg zur Erklärung der überaus schwierigen Stelle. Der Dichter singt: Ich möchte mit meiner Seele loskaufen (vom Trennungsschmerze) die holde Geliebte, die getrennt wurde (statt אזרה in v. 33 vermuthe ich נגזרה) an jenem Tage, da die דלתים (?), die sie in den Wald gesandt, leer zurückgekehrt, und sie nicht mehr fand das Wild (gemeint ist צבי, der Geliebte), auf welches sie geharrt. Das verderbte דלתים muss mithin durch ein anderes Wort ersetzt werden, welches als Object zu היא שלחה יערה passt. Entweder ist eine Waffe (bildlich, wie etwa ein Liebespfeil) oder ein Liebesseufzer gemeint, also viell. הניתה oder חניתים, die von der Liebenden entsendet wurden, am das Herz des Geliebten liebeswund zu machen. Der Schluss dieses Gedichtes scheint inhaltlich mit dem von Nr. 68 verwandt. — 114 ־ v. 15 ff, möchte ich gegen R’s. Auffassung geltend machen, dass ימים wohl nicht ״die fernsten Tage“ sondern, wie Nr. 73, v. 3 ״die Schicksale“ bedeutet, und dass השלים in der transitiven Bedeutung ״aussöhnen“ ein Object im Acc. fordert, wie Spr. 16,7. Auch möchte icb ארכבה v. 17 nicht ״ich fahr umher“ sondern ״ich will umherfabren“ übersetzen. Ich vermuthe daher in v. 15 לך statt לא, wie in Nr. 66 v. 17. Dann passt das folgende ארנבה ira Nachsatze vortrefflich. Bei alledem wie gern, so nur die Zeit Zum Heile wollte wandeln mir die Noth, Durchzöge Meere ich und Wüsten weit u. s. w. 115 v. 49 für עוד .1 עד, vgl. Sech. 8,4: ־־ *ער ישבו Das. v. 10 ליוסף verstösst nicht allein gegen das Veranlass, sondern bleibt auch an sich trotz der 116, Note 2 versuchten Erklärung höchst auffallend.

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