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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1891-01-01 · 1 (1891) · p. Seite 153

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Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
18 (1891)
Issue
1 (1891)
Date
1891-01-01
Page
Seite 153 (sequence 156)
Language
German
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153 einem anderen Zwecke bestimmte, zum Sitzen zu benützen, es sei denn, dass man vorher durch eine Handlung diese Absicht documentirt, worauf die Antwort erfolgt: ר״ח ב״ע דכי אתא ר׳ דימי אמר זעירי א״ר חגיבא פעם אחת הלך ר, הנינא ב״ע למקום אחד ומצא חריות של דקל וכף ואמר להם לתלמידיו צאו וחשבו כדי שנשב עליהם למחר ולא ידענא אי כית המשתה הוה אי בית האבל מדקאמר אי בית המשתה וכו דוקא בית האבל וכר אבל הכא קשר אין לא קשר לא. Da die Worte לא ידענא וכו׳ doch nicht R. Ch. b. A. selbst gesagt haben kann, so wird gerade das G-egentheil bewiesen von dem, was beabsichtigt war! Allerdings durch die Worte ולא ידענא wird gesagt, R. Ch. hätte es vielleicht nur in diesem speziellen Fall erlaubt, zum mindesten aber kann man doch aus dieser Erzählung nicht den Beweis führen, dass R. Ch. es sonst nicht gestattet. Vergleiche jedoch Jerusch, a. a. 0. עד שבא ר׳ חנינא וכו׳ ועוד ד״א דרש חריות שגדען וכר צריכות קישר und diesen Ausspruch batte Babli wohl im Auge. Wie ist aber an Stelle dessen jene Erzählung getreten? Vergleiche Sabbat 125b דכי אתא ר׳ דימי א״ר חנינא ואמרי לה א״ר זירא א״ר חנינא פעם אחת הלך רבי למקום אחד ומצא נדבך של אבנים ואמר לתלמידיו צאו וחשבו כדי שנשב עליהן למחר. Es ist klar, wie eine Stelle auf die andere übertragen wurde; was noch sonst an der Discussion zurechtzusetzen ist, darauf können wir nicht näher eingehen. Ebenso müssen wir darauf verzichten, gewisse Resultate zu ziehen, die sich aus der Vergleichung der angeführten Stellen ergeben, da schon unsere Ausführung bisher als eine Abschweifung erscheinen könnte. Allein, wir sind von der Behauptung ausgegangen, dass man es nicht nöthig hat, einen Widerspruch zwischen Babli und Jerusch, in Bezug auf eine Ansicht des R. Ch. b. A. künstlich auszugleichen und haben an eben diesem Tanai demonstrirt, wie die Nachrichten über seine Aussprüche verdunkelt sind, und, da die angeführten Stellen an sich nicht uninteressant, so wird man uns diese Digression verzeihen. Es sei ferner erwähnt, Demai III טוחנין ומרקדין אצל אוכלי שביעית ואצל עושין בטומאה אבל אין טוחנין לא לאוכלי שביעית ולא לעושין בטומאה. Schw. emendirt Anm. 130 mit Hinweis auf Gittin 61b ומרקידין in ומפקידין. Der Schreiber dieser Zeilen, welcher zufällig zuerst die Stelle in Grittin vor Augen hatte und dann erst die Tosifta verglich, war über die Lesart ומרקידין sehr erfreut und möchte sie keineswegs mit ומפקידין vertauschen. Wer den Wortlaut der Boraita in Gittin liest: טוחנין ומפקידין אצל אוכלי שביעית ואצל וכו׳ אבל לא לאוכלי שביעית ולא לאוכלי סירותיהן בטומאה, der muss sofort eine nicht zu beseitigende sprachliche Härte empfinden, und es drängt sich ihm die Ueberzeugung auf, dass jedenfalls etwas nicht richtig ist. Denn worauf soll sich der Gegensatz אבל לא לאוכלי וכו׳ beziehen? doch keineswegs auf ומפקידין/ da in Bezug darauf kein Unterschied ist, ob ich sage: אצל oder לאוכלי שביעית, beides kann nur heissen: in Verwahrung geben. Der Gegensatz könnte sich also nur beziehen auf טוחנין, dann steht eben ומפקידין sehr störend dazwischen und die Ausdrucksweise erhält dadurch einen sehr schiefen Sinn. Diese Schwierigkeit ist nun allerdings nach dem Wortlaut der Tosifta: אבל אין טוחני ן לא לאוכלי וכו׳ nicht vorhanden, allein wenn Schw. Anm. 133 aus dieser verschiedenen Fassung den Schluss ziehen möchte, dass nach der Tosifta sich der Gegensatz nur auf טוחנין und nach der Boraita auch auf ומפקידין bezieht, so möchten wir die Richtigkeit dieses Schlusses sehr in Frage ziehen, einerseits weil, wie schon oben bemerkt, nach dem Wortlaut der Boraita der Gegensatz

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