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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1891-01-01 · 1 (1891) · p. Seite 151

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Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
18 (1891)
Issue
1 (1891)
Date
1891-01-01
Page
Seite 151 (sequence 154)
Language
German
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151 (lass man den Zehnten nach Jerusalem führen kann, betrachten die Gegner R. Simeons als דבר שיש לו מת׳, nicht so R. Simeon, daher sind jedenfalls in den Worten: נכנס לירושלים ויצא אין בו שוה פרוטה beide Momente nicht zusammenzufassen. Die Frage im Babli a. a. 0. וליהדר ונעייליה und die Schwierigkeiten, die sich daran knüpfen, sind durch Combination mit Jeruschalmi gelöst, weil eben R. S. der Ansicht ist, dass der Zehnt aufgeht, wenn derselbe nicht aufgelöst werden kann, denn der Umstand, dass man denselben nach Jerusalem führen kann, ist für R. S. nicht gleichbedeutend mit דבר שיש לו מתירין. Es ist hier nicht der Ort, auf andere Dunkelheiten einzugehen, denn wir wollten bloss hervorheben, dass bei der Schwierigkeit der Stelle Schwarz hier etwas ausführlicher hätte sein können. An einem anderen Beispiel wäre vielleicht zu rügen, dass Sch. den Gegenstand nicht immer zusammenfassend behandelt. So heisst es Demai VI, 196 דרק ת״מ מותר להפריש שלא מן המוקף מדאורייתא hingegen Terumot VI, 6 דתרו״מ ניטלת אף שלא מן המוקף, ebenso wird noch an anderen Stellen dieser Punkt berührt. An keiner dieser Stellen nimmt Sch. Veranlassung, darauf hinzuweisen, dass in dieser Frage die Quellen sich widersprechen, was zum Theil bereits von Tosafot Gittin 80 b s. v, וכי נחשדו geschehen ist. Der Unterschied, welcher gemacht wird zwischen מדרבנן und דאורייתא, erscheint uns hier nicht einleuchtend, jedenfalls wäre es am Platze gewesen, an einer Stelle diesen Punkt ausführlich zu behandeln und die Widersprüche klar hervorzuheben. Auf Maser Scheni IV, 51 hinweisend, möchten wir die Richtigkeit der dort gegebenen Erklärung bezweifeln. Wenn Baba m. 52a die Frage aufgeworfen wird מאי קאמר, so ist diese Frage wohl begründet, denn sobald eine Grenze bereits angegeben ist, so ist jede nähere Bestimmung überflüssig, daher die Worte פחות מכן אפילו איסר אין רשאי לחלל עליה, oder wie es an der Parallelstelle heisst פחות מכן איסר אסור להוציאו keinen rechten Sinn geben. Vielleicht bedeuten die Worte so viel als אפילו באיסר: nicht einmal Maser um den Werth eines איסר darf man damit auslösen, und ebenso Babli: nicht für einen איסר darf die Münze in Umlauf gesetzt werden? Zum Schlüsse möchten wir noch auf eine Bemerkung Berachot II, 32 eingehen, die uns zu einer längeren Auseinandersetzung Veranlassung gibt. Es wird da auf einen Widerspruch zwischen Babli und Jeruschalmi hingewiesen, indem sie zwei ganz entgegengesetzte Ansichten einem und demselben Tanai, dem R. Ohanaja b. Akabja zuschreiben. Schwarz meint nach dem Vorgänge Frankels, dieser Widerspruch liesse sich vielleicht durch die Annahme beseitigen, R. Ch. sei von seiner ursprünglichen Ansicht zurückgekommen, und Babli gebe die spätere Ansicht R. Ch.’s wieder. Diese Annahme ist zwar nicht ausgeschlossen, aber auf diese Weise liessen sich alle Widersprüche ausgleichen; es ist das eine Lösung, die auf alle möglichen Fälle Anwendung findet und darum empfiehlt sie sich um so weniger. Wir glauben, es sei vielleicht besser, wenn man nicht alles auszugleichen versucht, wenn man gewisse Fragen offen lässt und Widersprüche von der Art, wie der in Rede stehende, einfach auf den Umstand zurückführt, dass auf dem langen Wege der Tradition leicht eine Verwechslung Vorkommen konnte. Das ist doch im Grunde genommen auch eine Lösung, und zwar eine sehr natürliche, von der im Talmud häufig Gebrauch gemacht wird, wenn es heisst: תרי תנאי ואליבא דפלוני. Speciell, was R. Chanaja ben

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