Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 18 (1891)
- Issue
- 1 (1891)
- Date
- 1891-01-01
- Page
- Seite 150 (sequence 153)
- Language
- German
- Belongs to
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150 Mischna אין לוקחין תרומה בכסף מעשר. Was hier in Bezug auf כסף מעשר gesagt wird מפני שהוא ממעט באכילתו וכאכילתה passt eben so gut auf ידמי שביעית es ist ganz dasselbe Verhältniss. Wenn es a. a. 0. bei Schwarz heisst, dass Babli die Boraita nicht gekannt, so möchten wir dies zunächst nur in Bezug auf die Worte ור״ש מתיר gelten lassen. Wenn es daselbst weiter heisst, dass Jerusch, die Boraita wohl gekannt und auf Maser Scheni III, 2, Pesachim IX, 7 hingewiesen wird, so haben wir dort nichts gefunden, es wird bloss auf die Ansicht B. Simeons in den betreffenden Mischnajot Bezug genommen. Erwähnt sei hier noch, dass in der Mischna Schebiit VIII,7 (אין מבשלין ירק של שביעית בשמן של תרומה וכד ור״ש מתיר ואחרון אחרון נתפש בשביעית וכד) eine gewisse Lücke fühlbar ist, die zum Theil ausgefüllt wird, wenn man sich die dazu gehörige Halacha in der Tosifta hinzudenkt. Sehr richtig und mit grosser Kürze wird hierauf in dem betreffenden Abschnitt Anmerkung 1 von Schwarz hingedeutet. Indem wir auf eine andere Stelle übergehen und auf Maser Scheni I, 44 hinweisen, möchten wir im Gegensätze zur Meinung Schwarz’ aus der im Jerusch, aufgeworfenen Frage schliessen, dass בור in der angeführten Boraita bloss ausgefallen. Daselbst IIr, 130 ist die Bemerkung nicht ganz genau und kann jedenfalls missverstanden werden, die Frage von Tosafot ist der des Jeruschalmi gerade entgegengesetzt und auch die Antwort des Jeruschalmi, passt nicht auf dieselbe. Demai VI, 149 wird eine Frage aufgeworfen, dieselbe ist jedoch nicht so schwer zu lösen vgl. Jerusch, daselbst Halacha 3 (כהן שמכר שדה לישראל וכד מהו שימכרם לכהן), es giebt Rechte, die man wohl für sich reserviren kann, ohne dass man sie auch an Andere veräussern könnte. Es ist uns nicht darum zu thun, die erwähnte Frage zu beantworten, wir meinen blos, dass dieselbe, weil nicht erheblich, füglich hätte weggelassen werden können, und in diesem Sinne möchten wir auch manch andere Bemerkung, die wir hier gemacht haben, verstanden wissen. Wir haben bisher nichts Wesentliches gegen den Commentar vorgebracht. Als einen wesentlicheren Mangel möchten wir es jedoch bezeichnen, dass Schwarz über die Erklärung mancher schwieriger Stellen leichter hinweggeht als man dies von der grossen Genauigkeit und Sorgfalt, welche der Commentar sonst zeigt, erwarten sollte. So vergleiche man Bikkurim II, 39, wo auf Baba m. 53 a nur kurz hingewiesen, hingegen die Entscheidung des Maimonides ausführlich citirt wird. Wir glauben doch, dass es eher am Platze gewesen wäre, die Discussion im Talmud ausführlich zu bringen, weil diese doch massgebender sein muss für die Erklärung der Tosifta. Geht man jedoch auf die Erörterung im Babli näher ein, so muss man den Zwang fühlen, welcher in der Erklärung Schwarz’ liegt; es genügt, wenn wir sagen, dass nach dieser Erklärung die Tosifta von dem Falle spricht דנפול מחיצות. Es ist ferner aus der Erklärung Schwarz’ daselbst zu entnehmen, dass er nach Jeruschalmi zur Stelle (רבנין אמרין ירושלים עשו אותה כדבר שיש לו מתירין כמה דתימר דבר שיש לו מתירין אוסר כל שהוא ודכוותיה ירושלם אוסר כל שהוא וכד) die Tosifta so auffasst, als ob ein Unterschied wäre, zwischen תערובות in Jerusalem, oder ausserhalb. Auch diese Auffassung halten wir nicht richtig aus Gründen, die wir nicht weitläufig auseinandersetzen wollen und gerade in der richtigen Auffassung dieser Stelle im Jeruschalmi liegt der Schlüssel des Ganzen. Den Umstand,