Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 18 (1891)
- Issue
- 1 (1891)
- Date
- 1891-01-01
- Page
- Seite 145 (sequence 148)
- Language
- German
- Belongs to
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145 Nutzen. Ew. Excell. weiss sehr wohl, was ich ihr sagen kann, denn wer zu den Grossen gehört und edlen Herzens ist, dem gebührt es, bis zum Tode zu arbeiten, um seine Güter zu vermehren in der Euch zukommenden wie in jeder noch so geringfügigen Sache, was der Herr Graf, Euer Vater, aus Nachlässigkeit unterliess. Strebt nach dem rechtmässigen Titel, denn Ihr seit dessen Gott sei Dank würdig und weise genug, um sie zu beherrschen, wie es dem Dienste Gottes und des Königs, unserm Herrn, und wohl auch Eurem Ruhme zukommt. Daher könnt Ihr mit Recht und ohne Tadel die Würde der Adjantaden fordern, welche genannter Graf inne hatte. Wird sie Euch aber verweigert, so sollt Ihr daraus keinen Aerger noch Kummer für Euch entnehmen, weil die Ehre dadurch nicht vermindert wird und Euch wenig Abbruch geschieht. Verschafft Euch Ruhe und Frieden durch die Frist von zehn Jahren, was Euch nicht zuviel Arbeit macht, und tröstet jene jetzt von Traurigkeit befallenen Herren, deren bestes Heilmittel Eure Grösse ist und pfleget sie, die Gott so gross und verschwiegen machen möge, als es Ihr Vater war. Ihrem Ahnen verleihe er Ruhm. Recensionen. JDie Tosifta, nach den Mischnajot geordnet und mit einem Commentar versehen von Dr. Adolt Schwär*, Rabbiner in Karlsruhe. I. Theil, Ordnung Seraim erschienen in Wilna 1890 hei den Gebrüdern Komm. Bei der Beurtheilung der vorliegenden Ausgabe der Tosifta zur Ordnung Seraim schwebt uns die Absicht vor, auf ein Buch hinzuweisen, welches durch den Fleiss, die hervorragende Gelehrsamkeit und Belesenheit, die sich darin kimd geben, weitgehende Verbreitung verdient bei allen denen, welchen es ernst ist um die Pliege des Talmudstudiums, welchen der Talmud nicht blos als ein historisches Denkmal erscheint, dessen äussere Schicksale von Interesse und erforscht zu werden verdienen, die vielmehr in den Stoff des Talmnds liebevoll eingehen, in die Tiefe