Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 18 (1891)
- Issue
- 1 (1891)
- Date
- 1891-01-01
- Page
- Seite 141 (sequence 144)
- Language
- German
- Belongs to
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141 den Dingen zu hören, aus denen sich eine Erinnerung an Euch ziehen liess. Gedenket seihst seiner Fürsorge um Eure Seele als Ihr ausserhalb des Königreichs wäret. Jemehr er Euren Muth erkannte, desto mehr fürchtete er die Gefahr für Euch. Nun muss die Sorge und Bekümmerniss, welche er um Eurer Ehre willen mit soviel Geduld auf sich nahm — Ew. Excell. erinnert sich sicher alles dessen — Euch bei seinem Tode noch tieferen Schmerz erwecken. Denn wenn wir die Väter lieben, weil sie die Ursache unseres Daseins sind und wegen des Dankes, den wir ihnen für ihre Wohlthaten und Liebe schulden, müssen wir einen solchen Vater in jeder Hinsicht nicht weniger achten, noch muss uns sein Tod weniger schmerzen, als der des eignen fleischlichen Vaters, der Euch erzeugte, Euch aber mit der minderwerthigeren natürlichen Liebe liebte, als jener es that. Die Erkenntniss seiner Tugenden musste den Kummer um seinen Tod desto mehr für den verschärfen der die Bedeutung seiner Persönlichkeit, die Anmuth und Leutseligkeit seines eigenartigen Wesens und seine Verschwiegenheit anerkennen musste, eine Tugend, welche den Herren wohlansteht zu bewahren und auch von ihnen bewahrt wird. Erinnert Euch seine Bedeutung, des Verständnisses für die Cavallerie und deren geschickte Verwendung(?), wieviele Jahre er die Hitze der Sommer und die Kälte und Stürme der Winter ertrug, alle Furcht mit ruhigem Muthe niederschlagend im Dienste Gottes und des Königs und zur V ergrösserung seines Namens. Der Philosoph sagt, die Republik sei wie ein bewaffneter Körper, und so wie der Schmerz und der Verlust eines Gliedes vom ganzen Körper empfunden wird, und dieser dadurch leidet, je edler das Glied und je grösser Schmerz und Gefahr ist, welche aus seiner Schädigung folgt, ebenso ist es mit dem Tode unserer Edlen, welche die wahren Glieder des Landes sind! Schmerz und Trauer um ihn gehört allen, und alle erleiden in seinem Tode einen Verlust. Wenn nun Ew. Excell. diejenigen, welche weder seine Verwandte noch Unterthanen sind,