Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 18 (1891)
- Issue
- 1 (1891)
- Date
- 1891-01-01
- Page
- Seite 82 (sequence 85)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/2572068-2572096-2572097--4028-2575970- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
82 i. E. seine philosophischen Ansichten hüllt, kann eben nur durch die stete Berücksichtigung der Quellen gelichtet werden. Zum richtigen Verständnis der ibn Esra’schen Philosophie hat vorzugsweise Senior Sachs sehr viel beigetragen, der in seinen in den von ihm herausgegebenen Zeitschriften Hatechijah, Hajonah und Kerem Chemed veröffentlichten religionsphilosophischen Aufsätzen sehr oft auf die Beeinflussung ibn Esra’s durch Salomo ibn Gabirol hinwies und viele dunkle Stellen aus i. E. durch Parallelen aus G. aufhellte. Allerdings ist die G.’sche Philosophie, wie wir weiter sehen werden, nicht die einzige Quelle, aus der i. E. schöpfte, doch gehört sie derselben philosophischen Richtung an, der auch i. E. anhing1). Zu bedauern ist es nur, dass S. Sachs nur wenige Punkte behandelte und jene Aufsätze nicht fortsetzte. Durch die Benutzung des Fons Vitae, der erst später veröffentlicht wurde, hätten die Fortsetzungen noch grössere Bedeutung erhalten. Obwohl ibn Esra keiner! ausser dem Judenthume stehenden Philosophen anführt, wie er überhaupt keinen nichtjüdischen Autoren erwähnt* *), so kann man doch durch Abhandlung die Beziehungen ibn Esra’s zu den anderen Systemen zu erörtern, doch ist diese Abhandlung bis jetzt noch nicht erschienen. *) Auch M. Eisler nimmt in seiner kurzen Skizze der ibn Esra’schen Philosophie (Vorlesung über die jüd. Philosophen des Mittelalters, I. Abtheil. S. 118) als Hauptquelle derselben das Gabirol’sche System an. — Hier seien noch manche religionsphilophische Arbeiten unserer Zeit erwähnt, in welchen ibn Esra’sche Gedanken berücksichtigt werden: Studien über jüdische, insbesonders jüdisch-arabische Religionsphilosophie v. Schmiedl, Geschichte der Attributenlehre v. D. Kaufmann, die Sinne v. dms., Ethik des Maimonides v. D. Rosin u. a. m. a) So rühmt Joseph ben Elieser in der Einleitung zu seinem Supercommentar Ohel Joseph von ibn Esra: אף אל פי שלמד ספרי חכמי האומות לא הזכיר בספריו כי אם דברי חכמי ישראל. Vgl. W. Bacher, Einleitung, S. 42. Nur allgemein beruft sich i. E. auf die Philosophen unter den Bezeichnungen .אנשי תושיה, אנשי המחסר, אנשי שקול הדעת