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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1891-01-01 · 1 (1891) · p. Seite 79

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Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
18 (1891)
Issue
1 (1891)
Date
1891-01-01
Page
Seite 79 (sequence 82)
Language
German
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79 musste1), und man daher in der Folgezeit den ernstlichen Versuch machte, die philosophischen Ansichten des ibn Esra mit denen des Maimoni in Einklang zu bringen2). Als dann der Kampf gegen die Philosophie von Schemtow in seinem Sefer Emunoth von neuem aufgenommen wurde, richteten sich die Angriffe nicht nur gegen Maimonides und Gersonides, sondern auch gegen ibn Esra. Eine zusammenhängende Darstellung der religionsphilosophischen Ansichten ibn Esra’s dürfte demnach nicht allein für das Verständniss seiner Werke, sondern auch für die Kenntniss der Geschichte der jüdischen Religions- Philosophie im Mittelalter nicht unwichtig sein. Der Sachkundige wird es aber wissen, dass die mit einer solchen Darstellung verknüpfte Schwierigkeit keine geringe ist. Denn abgesehen davon, dass zum Auffinden des ganzen zerstreuten Materials ein eingehendes Studium aller Werke ibn Esra’s, der prosaischen sowohl wie der poetischen, erforderlich ist, wird die Arbeit noch dadurch sehr erschwert, dass ibn Esra besonders seine philosophischen Gedanken sehr oft in eine räthselhafte Form kleidet, mitunter sie nur andeutet oder in der Mitte mit den Worten; ״es ist ein Geheimniss“, ״ich kann nicht erklären“, ״der Verständige wird es einsehen“ u. dergl. wie von den andern mittelalterlichen jüd. Philosophen (Maimo־ nides, Gersonides, Orescas, vgl. die bezüglichen Abhandlungen von Joel) erhalten, ist wohl anzunehmen (vgl. L. Schlesinger, Einleitung zum Buche Ikkarim S. XXX), dass er aber auch seine Lehre von der einen Substanz i. E. verdanke, wie S. Sachs ,Hatechija I. S. 33 f. Anm., vgl. auch Hajona I, S. 85) behauptet, muss entschieden negirt werden. Später werde ich noch darauf zurückkommen; vorläufig s. meine ״Zahlensymbolik des Abraham ibn Esra“ (Jubelschrift zum siebzigsten Geburtstag des Herrn Dr. Israel Hildesheimer) S. 115 Anm. 74. נ) Vgl. Jellinek, Philosophie und Kabbala, S. III. s) So der Kabbalist R. Esra, genannt R. Asriel (s. Jellinek ebendas.) und besonders Samuel Zarza im Mekor Chajim. Vgl. Einleit, zu M. Ch.: ואבתב דעת החכמים הגדולים רבינו משה בן מיימן והר׳ אברהם בן עזרא ככתבם וכלשונם . . .

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