Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 18 (1891)
- Issue
- 1 (1891)
- Date
- 1891-01-01
- Page
- Seite 71 (sequence 74)
- Language
- German
- Belongs to
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71 schiedenartigen Productionen wurden schon bei Lebzeiten des Verfassers hochgeschätzt und eifrig studirt, wie dieser selbst überall, wohin er kam, von vereinzelten Anfeindungen abgesehen, eine begeisterungsvolle Aufnahme fand und Comment. zu Jes.. Tafeln, Sefer Jessod und Sefath Jether; in Mantua: Keli Hanchoscheth über das Astrolab und die grammat. Schrift Zaehoth. Im selben Jahre verfasste i. E. seine kalendriologische Schrift Haibbur in Verona und etwa 2 Jahre später seine astronomisch-astrologischen Werke und die 2. Recens. über das Astrolab. Von Italien ging i. E. nach Frankreich und schrieb in Beziers (gegen 1156) die theologische Schrift Haschern und in Rhodez (geg. 1157) den Commentar zu den Psalmen, zu Daniel und den kl. Propheten (nach Halberstam auch die erste Recension des Commentars zu Genesis und Exodus). Ein Jahr darauf reiste er nach England und schrieb in London die theologische Schrift Jessod Mora und den Brief über Sabbat (Iggereth Haschabboth). Von England zurückgekehrt, verfasste er in Narbonne astronomische Tafeln (1160), in Rhodez, Lucca und Rom die zweite Recension des Pentateuchcommentars (geg. 1166) und die grammatische Schrift Safa Berura. Zur selben Zeit entstanden wohl auch die Comment. zu Esther, Threni, Cantieum und Daniel zweiter Recension. S. Halberstam a. a. 0. S. 15 f. Anm. 28. Vgl. auch Friedländer, Essays on the writings of Abraham ibn Ezra in den Publications of the Society of Hebrew Literature, second Serie, vol. IV. S. 195. Ueber die mathematisch-arithmetischen Schriften ibn Esra’s (Sefer Haechad und Jessod Mispar) s. Steinschneider a. a. 0. S. 101 ff. Ebendas. S. 125 ff. werden auch die astronomischen und astrologischen Arbeiten ibn Esra’s in chronologischer Reihenfolge aufgezählt. Die grammatischen Werke behandelt W. Bacher in seiner Schrift Abraham ibn Esra als Grammatiker S. 2 ff. Das von den Supercommentatoren citirte philosophische ״Buch der Wesen“ (Sefer Haazamim) wird von Steinschn. a. a. 0. S. 1 f. als unächt erklärt, ebenso wird auf die Unächtheit des im Kerem Chemed IV. abgedruckten Capitels des philosophischen Buches ״Himmelspforte“ (Schaar Haschomaim), das den Namen ibn Esra’s trägt, sehr oft von S. Sachs hingewiesen, der Isaak ibn Latif als Verfasser hält. S Hatechija S. 63, Kerem Chemod VIII. S. 87 ff. Vgl. auch Luzzatto, Bethulath, S. XI. ff. Dagegen lässt Steinschn. die Aechtheit der Allegorie Hai ben Mekiz dahingestellt sein. S. a. a. 0. S, 77 und Diwan des Abraham ibn Esra, herausgeg. von Jacob Egers, S. 182. Vgl. auch Kaufmann in Kobez al Jad II. und Rosin a. a. 0. S. 167.