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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1891-01-01 · 1 (1891) · p. Seite 59

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Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
18 (1891)
Issue
1 (1891)
Date
1891-01-01
Page
Seite 59 (sequence 62)
Language
German
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59 Palästina kam, stand er schon in reiferem Alter, denn ein wohl im Knabenalter stehender Sohn war mit ihm, s. das in jer. Pea 20a unten und (in hebräischer Bearbeitung) im Midrasch Samuel c. 13 Erzählte3). Es steht also chronologisch nichts der Annahme entgegen, dass sein Bibellehrer Hamnuna identisch ist mit dem Hamnuna unserer Traditionskette, dem Schüler Nakkai’s. Wie eine Bestätigung dieser Annahme erscheint die Thatsache, dass sowohl Nakkai als Hamnuna in den palästinensischen Quellen als ספרא bezeichnet werden Denn da die Schulmeister, denen der Unterricht in der Bibel oblag, in erster Reihe als die Träger der den biblischen Text betreifenden Ueberlieferung zu gelten haben, gewissermaassen als die eigentlichen Massoreten der in weiterem Sinne genommenen talmudischen Zeit, so ist es nur natürlich, dass in der Traditionskette an der Spitze zwei Männer stehen, die in anderen Quellen als Schulmeister bezeichnet werden. Dass aber nunmehr beide Männer, die Ersten unter den mit Namen bekannten Massoreten, auch anderweitig nachgewiesen sind, ist eine sehr beachtenswerthe und willkommene Bekräftigung für die Authentie der alten massore tischen Traditionskette. Budapest, Januar 1891. W. £ achter. 3) Weiss, דור דור ומרשיו III, 45 lässt Chanina, mit Berufung auf j. Taanith IY, 2 (68 a) in Sepphoris geboren sein. Das scheint auf irrigem Verständniss der Worte בנין דצווחין עליה בציפורין ציפוראי zu beruhen, welche auch von Levy (Neuhebräisches Wörterbuch IV, 215) unrichtig übersetzt werden. Ursprünglich lautete der Passus (nach K011. r.): בנין דצווחין ציפוראי עליה, d. 11. weil die Seppliorenser gegen ihn ein Geschrei erhoben, d. i. weil er vielleicht als Babylonier ■־׳׳ bei den Sepphorensern unbeliebt war. Das Wort בציפורין ist offenbar eine in den Text gedrungene Glosse, welche bezweckte, die Verwechslung von ציפוראי mit צפורי oder ״ צפריאVögel‘1 zu verhindern. Auch Frankel, Mebo Hajjeruschalmi 86b, hält es für wahrscheinlich, dass Oh. aus Babylon stamme. — Die Annahme Ii. Chananel’s (bei Juchasin 134 a ed. Filip.), Ch. sei der Enkel Chanina b. Orsas, ist willkürlich. Zu beachten ist auch, dass חמא besonders in Babylonien üblich war.

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