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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1891-01-01 · 1 (1891) · p. Seite 44

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Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
18 (1891)
Issue
1 (1891)
Date
1891-01-01
Page
Seite 44 (sequence 47)
Language
German
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46 wendig zu diesem Standpunkte gelangte, das ergiebt sich au& dem Bisherigen; wie er sich seine Aufgabe, den Pen« tateuch in der bezeichnten Weise zu erklären, vorgestellt und ihrer entledigt hatte, das werden wir später zu zeigen versuchen. In seiner Einleitung giebt B. nur eine ganz dürftige Charakteristik der einzelnen Auslegungsarten, die aber durch seine Aeusserungen im Commentar selber ergänzt wird. Wir werden seine zerstreuten Bemerkungen zu einem ganzen Bilde zusammenfügen, um so seine Ansichten kennen zu lernen und richtig beurtheilen zu können. IV. Zweck des Pentateuch-Commentars. ״Nicht aus Ehrsucht, um meinen Namen berühmt zu machen, unternehme ich die grosse, schwierige Arbeit, die Thora zu erklären, sondern selbstlos zur Verherrlichung Gottes. Denn ich sehe meine Brüder verstrickt in dem Netze des kleinlichen Alltagslebens, wie sie ihren Blick nur auf das niedrig Irdische heften und ihn nicht nach oben zu richten vermögen. Sie unterlassen das Studium der Thora theils muthwillig, theils ihrer Unzulänglich eit halber; deshalb trete ich an diese meine Arbeit heran, um Ehre und Recht zu verschaffen der verlassenen Lehre“1). Mit klaren Worten spricht hier B. den Zweck seines umfangreichen Werkes aus. Er wollte seinen Glaubensgenossen einen Pentateuch-Commentar an die Hand geben, der den Bedürfnissen derselben, im Geiste der Zeit gehalten, vollauf entspreche, einen Commentar, der ausser dem einfachen Schriftsinne die Lehren und Meinungen der Alten, die Resultate philosophischen Denkens und die mystischen Deutungen und Deuteleien der Kabbala in sich fasse, [einen Commentar, der die Vorzüge der Thora vor allen andern Wissenschaften klarstelle und so zum Studium der heil. Schrift aneifere. Diese zweite Aufgabe steht mit der ersten l) Einl. zum Pent. Commentar ומפני שראיתי ילדי עולם הדאגה נאחזים במצודה כדגה.

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