Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 18 (1891)
- Issue
- 1 (1891)
- Date
- 1891-01-01
- Page
- Seite 41 (sequence 44)
- Language
- German
- Belongs to
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47 in engem Zusammenhänge. B. wollte durch seine Erklärungen beweisen, was er, wie andere vor und nach ihm* 2 *), glaubte: dass ״alle Wissenschaften nur Früchte der Thora und des jüdischen Geistes seien“, wovon man sich bei genauerem Eindringen in die Schriftworte überzeugen könne’). Von dem schlichten Wortsinne an bis hinauf zum kabbalistischen Mysticismus4), wo sich der Geist oft in dunkle Gebiete verirrt, alles Wissen und alle Wissenschaft will er in den Worten der Schrift wiederfinden, indem er das Heiligthura der Gotteslehre in all׳ seinen Bestandteilen erforscht und bis auf das scheinbar Geringfügigste gewissenhaft erklärt. Denn in der Thora, sagt B., ist kein Buchstabe überflüssig, alles in ihr ist von Bedeutung und Wichtigkeit, mit Weisheit und Vorsicht geordnet5). Bei der Ausführung der geplanten Arbeit nimmt er, wie dies natürlich und notwendig ist, stets Rücksicht auf die Leistungen der Vorgänger. Indem er aber die ihm zu Gebote stehenden Quellen benutzt, lässt er sich von bestimmten Principien leiten. Bevor wir daher die Art und Weise seiner Auslegung im Einzelnen betrachten, wenden wir uns vorerst den Quellen derselben zu. (Schluss folgt). *) S. Kosin, die Ethik des Maimonides, S. 29; Kaufmann, die Sinne, S. 3 ff, 8) Öen. 27.13, Mkr. 15 a כל חכמות האומות אעם אלא פירות התורה, ferner Mkr. 120 b, 186 a. 4) Einl, z. s. Pent. Comm. לעלות מן הנגלה אל הנעלם. 5> öen. 18. 5.