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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1891-01-01 · 1 (1891) · p. Seite 30

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Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
18 (1891)
Issue
1 (1891)
Date
1891-01-01
Page
Seite 30 (sequence 33)
Language
German
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Mitte des XIII. Jahrhunderts4) zu Saragossa5) geboren. Von seiner Jugend und Entwickelung wissen wir nichts, nur so viel erfahren wir durch seine eigene Aussage, dass er Schüler des berühmten Talmudgelehrten Salomo ibn Adreth6) gewesen und so konnte er sich frühzeitig die Verehrung für die Kabbala und die Bedenken gegen die Philosophie aneignen. Seine literarische Wirksamkeit wandte B. einem ganz anderen Gebiete, als sein grosser Lehrer, Kirchheim in s. Skizze über Bachja (Geiger, Jüdische Ztschr. IX, S. 142) hält es für eine Corruptel des Namens seines Vaters, was noch weniger angeht, als Geiger’s VeimuthuTig (das.), es sei dies der Name des Lehrers Bachja’s. Dies ist schon darum nicht wahrscheinlich, da es B. sonst sagen würde, wie bei Salomo ibn Adreth. (S. w. u.) 3) So lautet der Familienname in der Grundschrift der Vaticana Cod. 249: שלחן של* ארבע חברו החכם רבינו בחיי בר אשר אבן חלאוה זלה״ה wie mir dies Herr Dr. Berliner brieflich mitzutheilen die Güte hatte. Isak ibn Akrisch schreibt in der Vorrede zu שלשה פירושים (ed. Constantinopel, s. a.), er besitze von Mose חליאוה einen Commentar zum Hohenliede. Dieser Mose (s. über ihn: Hebr. Bibi. XIII, S. 97) aber sei, nach der Angabe des Juda Chaläwa aus Damaskus, der Enkel des B. gewesen. חלאיו und האלאיו ist der Name in einer op. Handschrift geschrieben (Steinschneider, Cat. Bodl. 4525). 4) Es J י esse sich das Jahr näher bestimmen, wenn folgende Vermuthung zutrifft: In der Einleitung zu s. Pent.-Commentar sag״ B.: והל״ב אשר לא טהור מטרדת הזמן ואין לו פנאי איך יטהר לבא קדש לפנאי; es könnte das bezeichnete Wort והל״ב, welches ed. Venedig 1544 und Krakau 1592 so haben, B.’s Alter 43 Jahre sein, als er seinen Commentar (1291) verfasste; sein Geburtsjahr also 1248 sein. Wie mir jedoch Herr Dr. Neubauer aus Oxford mitzutheilen die Freundlichkeit hatte, ist in der Handschrift daselbst das Wort והלב nicht bezeichnet; trotzdem ist es möglich, dass die genannten Ausgg. ihre Angabe aus einer richtigen Vorlage haben. 5) Bachja selbst giebt nirgends den Namen seines Wohnortes an, aber sämmtliche jüdischen Historiker bezeichnen Saragossa als seinen Geburts- und Aufenthaltsort, mehr wissen auch sie über ihn nicht zu berichten. Vgl. Juchasin cornpl., ed. Filipowski, S. 222; Kore hadoroth, ed. Venedig 1746, S. 24b; Schalscheleth hakabbala ed. Venedig 1587, S. 58; Seder hadoroth, ed. Karlsruhe, S. 138; Schern hagedolim, s. v. 6) Siehe Abschnittt V, Quellen der Exegese B.’s.

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