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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1891-01-01 · 1 (1891) · p. Seite 29

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Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
18 (1891)
Issue
1 (1891)
Date
1891-01-01
Page
Seite 29 (sequence 32)
Language
German
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29 forscht und dieselben mit richtigem Verständnisse für seine Zwecke verwendet, dabei aber auch Selbstständiges zu leisten vermag. Sein Pentateuch-Commentar weist keine Entwickelung der Exegese auf, zeigt vielmehr einen Rückschritt im Vergleiche mit der früheren Periode, ßachja ist in einem Irrthume befangen, der ihn zu seiner eigenartigen Schriftauslegung führte, der aber, wie wir sehen werden nicht sein Fehler ist, sondern in seiner Zeit den Entstehungsgrund hat. Und eben hierdurch gewinnt der Pentateuch-Commentar Bachja’s an Bedeutung und Interesse für die Geschichte der Exegese, denn derselbe blieb einzig in seiner Art in der ganzen jüdischen Literatur. Bevor wir jedoch zur ausführlichen Darstellung dieser Behauptungen schreiten, wollen wir kurz das Leben und Wirken Bachja’s betrachten, nach den spärlichen Angaben, welche uns seine Schriften darüber bieten. I. Leben und Wirken. Bachja1) ben Ascher2) ibn Chaläwa3) wurde gegen 1) Nicht Bechai, wie der Name בחי׳ gewöhnlich ausgesprochen wird und noch von Steinschneider (Catal. der Bodlejana) und Anderen beibehalten wird. Jellinek, Vorrede zu ed. Benjacob der Herzenspflichten S. VII schlägt ״Bechaji oder richtiger Bachji“ vor. Bei spanischen Autoren wird der Name Bahje transscribirt und daher auch Munk (Melanges 482, 3), wie Kaufmann (die Theologie des Bachja ibn Pakuda, Anf.) diese Umschreibung annehmen, die wohl die richtige sein wird und noch mit der Analogie ”«ii-Haya zu unterstützen ist. Ueber die Träger des Namens s. Zunz, Addit. in Cat. Leipzig S. 318, zu Cod. XXL 2) Nicht etwa Sohn des Ascher ben Jechiel, wie dies עומר השכחה Livorno 1847 S. 137 b behauptet, (worauf mich Herr Dr. Berliner aufmerksam machte), da Bachja schon 1291 seinen Commentar verfasste, während Ascheri (gew. רא״ש) erst später nach Spanien kam. Ueber den Vater Bachja’s wissen wir nichts. Num. 12, 4 theilt B. eine Erklärung unter folgender Ausführung mit: מפי א״א ר׳ נתן ז״ל; wenn die Abbreviatur richtig in אבי אבא aufzulösen ist, wäre R. Nathan sein Grossvater, von dem wir jedoch auch nichts Näheres wissen. (Aehnlich will Neubauer, A 11g. Ztg. d. Judenthums 1863, S. 398 א״א im Commentare des Abraham b. Maimuni, auflösen).

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