Mannheim
Compact Memory

Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1891-01-01 · 1 (1891) · p. Seite 23

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
18 (1891)
Issue
1 (1891)
Date
1891-01-01
Page
Seite 23 (sequence 26)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
96% known words query
IRI
…/2572068-2572096-2572097--3969-2575911
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

2 8 •F. dann einen Tag unrein, und dann kann er die betr. Funktionen weiter ausüben; ebenso verhält es sich mit dem, der die מי הנדה sprengt und dem, der sie in einem Gefäss sammelt1)״. Bemerkenswert ist Qimchis Gommentar zum 1. Cap. des Hiob, in welchem er sich über den Ursprung des Buches ausspricht. Viele Ausleger hatten behauptet, dass die im Hiob erzählte Begebenheit in die Zeit Abrahams falle und dass demgemäss Abraham auch der Verfasser des Buches sei. Doch dies geht nach Q. schon deshalb nicht an, weil gleich im 1. Verse das Land עוץ genannt sei, welches seinen Namen von עוץ, einem Sohne des Nachor (Gen. 22,*21), also eines Neffen des Abraham, habe. In eine spätere Zeit als Mose aber könne das Buch auch nicht gesetzt werden; Q. schreibt es daher nach dem Vorgang der Talmudisten dem Mose zu2). Q. prüfte die Ergebnisse seiner Vorgänger auf dem Gebiete der Exegese genau; fand er etwas, was er mit seiner Auffassung vereinbaren konnte, so nahm er es — stets unter Berufung auf den Autor ־־ in seine Schriften auf. Man kann ihn den ersten Eklektiker der südfranzösischen Exegetenschule nennen, denn seine Nachfolger, vor allen seine Söhne, haben dieses eklektische Verfahren erst von ihm gelernt3). Qimchi als Dichter, Uebersetzer und Apologet. Neben seinen grammatischen und exegetischen Arbeiten versuchte sich Jos. Q. auch in der Poesie. Die gottesdienstlichen Lieder (Piutim) und andere Dichtungen, die ס׳ הגלוי (ג S. 94 se. זרק. 2) S. B. bathra 14b. — Auch noch in der neueren Zeit hat es Gelehrte gegeben, die das Buch Hiob dem Mose zugeschrieben haben; so z. B. Joh. Dav. Michaelis in seiner ״Einl. in die göttl. Bücher des A. Bundes“. I. Abth. Hamburg 1787, enthaltend den Pentateuch und den Hiob, die er beide dem Mose zuerteilte (vgl. Bleek-Kamphausen, Einl. S. 19) u. a. 3) Vgl. Geiger, Ozar Nechmad a. a. 0.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.