Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 18 (1891)
- Issue
- 1 (1891)
- Date
- 1891-01-01
- Page
- Seite 12 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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12 durch galt diese Vokalemteilung geradezu als grammatisches Axiom. Verdienstvoll ist auch seine Behandlung der Normalformen für die Nomina. Sein höchstes Verdienst aber besteht ohne allen Zweifel darin, dass er überhaupt zuerst eine vollständige Grammatik in einem christlichen Lande verfasste und dadurch die hebr. Sprachwissenschaft da einführte, wo sie noch keine Stätte hatte1). Hand in Hand mit seinen grammatischen Studien gehen seine lexikographischen, die besonders wegen seiner Vertrautheit mit dem Arabischen verdienstlich sind. Er geht in seiner Lexikographie von bestimmten Gesetzen aus: Um die Bedeutung eines schwierigen Wortes zu ermitteln, sucht er zunächst nach Analogien in der Bibel, im aramäischen Idiom derTargumim2) und im Talmud; die Sprache des letzteren ist ihm neben dem Arabischen für die Er־ klärung der «7xa£ Xsyoßeva von hohem Werte3), lteicht die Vgl. Frankl in Erscli u. Grubers Encyklop. 86. Teil, S. 55 ff. lieber die Vokaleinteilung s. II Teil § 6, über die Verbalformen das. § 9. 2) Ob Jos. Q. auch die Targumim zu den Hagiograplien vor sich hatte, ist fraglich. Wenn man sein ס׳ הגלוי S. 182 sv. עץ heranzieht, so dürfte diese Frage wohl verneint werden. Dort führt er die Erklärung Menahem’s ben Saruk aus dessen Machbereth mit den Worten an: מקום שיפול העץ {(p 33,11) וכן חבר עם עצת יי לעולם (K011. 11,3) שם יהוא und sagt dazu: וכן הוא. Dieselbe Erld. bringt Abr. Ibn Esra in seinem Coinrn. zu K011. unter dem Namen מפרש אחד. Dieser מפרש ist kein anderer, als das Targum, welches übersetzt: אתר דאתגזר למתקיימא ההיא עיטא תמן משתלחא למהוי. Daraus, dass Jos. Q. hier das Targ. nicht erwähnt, wie er es sonst stets thut, geht vielleicht hervor, dass er es nicht gesehen. Aber noch eine andere Stelle scheint darauf hinzudeuten. Im ס׳ הגלוי S. 145 sv. צפר erklärt er הרכם als aus הר und כמו zusammengesetzt (0 11,1); genau so hat es das Targ. z. St., ohne dass Q. es anführt, (vgl. Reifmann’s Bemerkungen zum ס׳ הגלוי, abgedruckt als Anhang des ס׳ זכרון). — Bekannt ist, dass auch Rasclii das Hagiographentargum nicht gekannt hat mit Ausnahme desjenigen zum Buche Esther; es geht dies deutlich aus Megillah 21b hervor, wo er in seiner Erkl. zu עשרה מתרגמן sagt: לא גרסינן לפי שאין תרגום בכתובים. 3) Mit Hilfe des Talmudischen die a?r. ksy. zu erklären, hat