Mannheim
Compact Memory

Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1891-01-01 · 1 (1891) · p. Seite 10

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
18 (1891)
Issue
1 (1891)
Date
1891-01-01
Page
Seite 10 (sequence 13)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
90% known words query
IRI
…/2572068-2572096-2572097--3956-2575898
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

10 ist ungebräuchlich; man setzt dafür das Niphal 1גיורא).— Von anderen Fehlern, die er rügt, erwähne ich einen Ausdruck im Nischmath-Gebete; fast alle sagen darin מקיץ נרדמים, was grammatisch gänzlich falsch ist2). Ausserdem lässt er sich des Näheren auf eine Auseinandersetzung darüber ein, warum es falsch ist, in der Pesach-Hagada מסבים zu sagen, eine Form, die grammatisch nicht zu verstehen sei3); diese Inkorrektheit sei nur dadurch zu erklären, dass frühere Abschreiber falsch überliefert und spätere den Fehler nicht verbessert hätten. Nach dem Zeugnisse des ßDQ greift Jos. Q. sogar den berühmten Dichter — משורר הגדול — Mose Ibn Esra an4); er verteidigte ihn aber auch, als er angegriffen wurde, weil er das Verbum מרה mit אה verband5). Auch Mose Ibn Gikatilla wird von ihm im Commentar zu den Proverbien corrigiert; dieser übersetzte bekanntlich die Schriften des Chajug und bezeichnete in seiner Übertragung die transitiven Verba mit dem Ausdrucke פעלים מהעברים, eine Bezeichnung, die nach Q. fälsch ist6).— Der Dichter, welcher in einem Liede sagt: לעי רקרוי, begeht einen doppelten Fehler: er hat einen Plural von יין gebildet und ihn mit der Masculin-Endung versehen und hat ausserdem das Wort vor רקחי in den stat. constr. gesetzt; רקח hat aber hier adjektivische Bedeutung — רקוח, so dass man nicht sagen darf לין רקוח, sondern nur ד Der Plural von יין ist nicht biblisch, sondern kommt nur in der Mischnasprache vor; der mischnische Gebrauch aber L Dasselbe tadelte schon Cfanach an dem betr. Paitan; von ihm erfahren wir auch den Namen desselben; es ist der G-aon Saadia. 2) ס, זברון S. 58; —■ s. mit. II. Teil. 3) ס׳ זכרון S. 66. — s. unt. II. Teil - Auch dieses bringt K. Sabbatai Sofer in seinen Anmerkungen zum Mahalach beim Hiphil der Verba geminata; auch Dukes in seinem Werke über die Mischnasprache S. 125. 4) Vgl. Michlol ed. Ven. 1545, S. 25 b. 5) Ygl. L. Dukes in seiner Schrift über Mose Ibn Esra S. 17 Anm. °) s. L. Dukes in Orient, Literaturbl. 1850, S. 876.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.