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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1891-01-01 · 1 (1891) · p. Seite 3

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Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
18 (1891)
Issue
1 (1891)
Date
1891-01-01
Page
Seite 3 (sequence 6)
Language
German
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3 Seinen Geburtsort kennen wir nicht, sein Geburtsjahr lässt sich nur annähernd feststellen. Frankl setzt es 11101), Geiger spricht vom letzten Viertel des 9. Jahrhunderts (i. e. 4875—4900 n. E. d. W. 1140—1115 ־=־); jedenfalls ist es noch etwas weiter zurück zu verlegen und sein Leben in den Zeitraum von 1105—1170 zu setzen. Man muss das Geburtsjahr des David Q. zum Ausgangspunkt der Berechnung nehmen. Dieses steht fest; es ist das Jahr 11602). Sicher ist auch, dass David Q. nicht ein Schüler seines Vaters gewesen ist, denn nirgends in seinen Schriften finden wir, dass er seinen Vater seinen Lehrer nennt, wie er es thut, wenn er von seinem Bruder Mose spricht; er sagt vielmehr nur: וכתב אתני אבי ז״ל u. ähnl., nie וכתב אבי מורי. Joseph Q. war also sicherlich schon tot, als David den Kinderschuhen entwachsen war, und sein Todesjahr darf wohl mit Recht auf 1170 angesetzt werden. — Wir wissen auch von ihm selbst, dass er über 60 Jahre alt geworden ist; in der Vorrede zu seinem ספר הגלוי sagter: ואני כבן ששים שנה; das ס׳ הגלוי war nicht sein letztes Werk, wie wir später sehen werden, und es ist wohl wahrscheinlich, dass Jos. Q. das 65. Lebensjahr erreicht hat, so dass seine Geburt in das Jahr 1105 fällt. Als die Almohaden von Afrika aus in Südspanien eindrangen, um ihre religiös-sittliche Reformation unter Führung des Abdulmumen einzuführen, war auch Jos. Q. gezwungen, sein Vaterland zu verlassen; er vertauschte es mit der Provence und liess sich in Narbonne nieder. ln Südfrankreich war die politische und soziale Stellung der Juden zu jener Zeit eine verhältnismässig sehr günstige. Die provengalisehen Juden waren ihren Christv) A. a. 0. — Vgl. dagegen Frankl in Monatsschrift für Gesch. u. Lit., 1884, S. 522ff., wo er ihn 1125—1180 setzt. 2) s. Graetz, Gesch. d. Juden VI. S. 237. — Tauber a. a. 0. S. 5. — Heidenheim in Herzogs Realencyklopädie XIX. S. 692. — Frankl a. a. 0. S. 57.

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