Mannheim
Compact Memory

Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1890-01-01 · 1 (1890) · p. Seite 321

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
17 (1890)
Issue
1 (1890)
Date
1890-01-01
Page
Seite 321 (sequence 328)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
97% known words query
IRI
…/2572068-2572098-2572099--3891-2575833
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

321 Zu S. 13: ״In alter Zeit wurde allsabbatlich gepredigt,“ ist hinzuzufügen, dass auch am Freitag Abend gepredigt wurde (vgl. Frankels Commentar zu Jerusch. Anf. Berachot). Zu S. 23 Anm. 2. Aus Aussprüchen wie חכם שיושב ודורש בקהל מעלה עליו הכתוב באלו הקריב חלב ודם לגבי מזבח zu schliessen, dass die Alten die Predigt als einen Gottesdienst ansahen, ist nicht statthaft. Solche Aussprüche kommen noch bei anderen gottgefälligen Hand- Jungen, wie Almosengeben, Fasten, vor. Zu S. 38. Nicht Akiba, sondern Beruria, die Frau des R. Meir hat den schönen Satz ausgesprochen: Nicht die Sünder, sondern die Sünde soll untergehen (Berachot 10 a). Zu S. 66. Beim Neujahrsfeste hätte auf Albo hingewiesen werden sollen, der (Ikkarim I, 4) in מלכיות זכרונות שופרות die drei Glaubensartikel (Dasein Gottes, göttliche Vergeltung und göttliche Gesetzgebung) ausgedrückt findet. Zu S. 69. Auch beim Versöhnungstage ist ein geschichtliches Moment zu beachten. An diesem Tage hat nach der Tradition Gott zum ersten Male dem Volke Israel das סלחתי״“ verkünden lassen, wodurch die Sünde mit dem goldenen Kalbe vergeben wurde. Zu S. 80. Für das Chanukka-Fest dürften an manchen Orten die Hellenisten Jason und Menelaos als abschreckende Beispiele vorgeführt werden, wie die Verächter der jüdischen Religion immer tiefer sanken und schliesslich Verräther und Verfolger ihrer Brüder wurden. Zu S. 117. ״Indessen empfiehlt es sich auch für diesen Zweck (für die Predigt am Vorabende des Chanukkafestes) lieber die makkabäischen “*Psalmen j heranzuziehen.“ ״Die makkabäischen Psalmen“? Als wenn diese so genau bestimmt und unbestritten wären! Zu S. 181 ff. Eine Thätigkeit, die auch nach dem Standpunkte des Verf.’s Rabbinern zu empfehlen wäre, ist die Abhaltung von Lehrvorträgen am Sabbat-Nachmittag oder zu einer andern Zeit, wo unter Zugrundelegung eines biblischen Buches oder einer passenden religionsphilosophischen Schrift den Zuhörern in freier, zwangloser Sprache religiöse und moralische Lehren mitgeteilt werden. Solche Vorträge erfreuen sich namentlich in kleineren Gemeinden (aber auch in grossen, wie in Hamburg) der grössten Beliebtheit und wirken mehr als die Predigt, Zu S. 187 Anm. 2. Dass die Gegner der Orgel diese ״fälschlich“ für religionsgesetzlich verboten erklärt haben, darf gerade vom ״Standpunkte der Entwickelung“ aus am allerwenigsten behauptet werden. Eine weitere Erörterung dieser Frage ist hier nicht am Platze.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.