Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 17 (1890)
- Issue
- 1 (1890)
- Date
- 1890-01-01
- Page
- Seite 288 (sequence 295)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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288 לא ישלמו כד,רגל (S. 94 Z 2): ״dass ihre Sündhaftigkeit nicht durch Gewohnheit zu einer vollendeten wird.u Der von Landauer seiner Ausgabe zu Grunde gelegte Text hat für die erstere Stelle (p. 187) die LA: צ 1צ af »olcblij ״dass ihre Busse nur durch das Gutmachen voll* kommen wird“; hingegen entspricht J. T.s Uebersetzung der daselbst in einer Fusstnote angeführten LA Diese LA. ist unzweifelhaft die richtige; denn die ganze Ausführung über die Folgen der Beeinflussung Anderer zum Guten oder zum Bösen beruht offenbar auf einer freien, aber acht Saadianischen Auffassung des Mischna- Ausspruches (Abot 5,18): כל המזכה את הרבים אין חטא בא על ידו וכל המחטיא את הרבים אין טסשיקין בידו לעשות תשובה. Dieser Ausspruch kann aber für Saadia nur den Sinn haben, dass in dem einen Falle kein dauerndes Sündigen und in dem andern Falle keine dauernde Busse zugelassen werde; denn wenn gar keine Sünde oder Reue mehr möglich wäre, so wäre damit, für bestimmte Fälle wenigstens, die Freiheit des Willens aufgehoben; ein Gedanke, den Saadia bekanntlich mit aller Kraft bekämpft.