Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 17 (1890)
- Issue
- 1 (1890)
- Date
- 1890-01-01
- Page
- Seite 264 (sequence 271)
- Language
- German
- Belongs to
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264 Auf den, dem das Reich bestimmt war, haben die Heiden gehofft, was die Ausbreitung des Evang. beweise. Auch meint er, man könne unter Juda Jes. verstehen, der nach der Auferstehung Fürst der Kirchen geworden, und unter den Fürsten die Führer der Christenheit, die Glieder Jesu wären. — Während wir bis jetzt bei den Kirchenvätem (Disputation mit Tryphon?) nur eine versteckte Polemik gegen die Juden landen, so könnte man bei Orig, aus dem Umstande, dass er der Erwiderung auf die polem. Angriffe, die unter den Juden verbreitet wäre, Erwähnung tut, schliessen, dass er vielleicht in öffentl. Disputationen diese Meinung der Juden kennen gelernt habe. Dieselben sollen auf ihre Fürsten in Babylonien und Palästina hingewiesen haben, durch die die Weissagung erfüllt werde, so dass der Mess, damals noch nicht gekommen sei (Pererius)* 1). 5) Eusebius Caesar. (340). Bei diesem bedeutenden Kirchenhistoriker finden wir schon das bis auf ihn kaum variirte Thema auch etwas geschichtlich beleuchtet. Er weist daraufhin, dass Juda, auf den speciell die Verheissung 1, 35,11 »und Könige werden aus dir hervorgehen״ sich beziehe, seit der frühesten Zeit einen Vorzug vor den anderen Stämmen genossen hat, bei der Lagerung 2) (IV, 2, 3), bei den Weiheopfern (IV, 7, 12), bei der Landes- Verteilung (Jos. 15, 1), in der Kriegsführung (Jud. 1, 2) Herodes die Herrschaft von Juda entfernt wähnten, sucht Camp. Vitringa (p. 1722) in seinen Observ. sacrae (Jena 1723) p. 937 ff weitschweifig nachzuweisen, dass in Herodes gerade noch die Herrschaff bei Juda blieb. 1) Das ist augenscheinlich die oben besprochene alte Baraitha, die zu apologet. Zwecken also benutzt wurde. Ueber Origines’ Verkehr mit Juden s. Graetz, Geschichte IV, 250 f. uud Loeb, Controverse 12. Auch Cyprian (258) deutet Juda im ganzen Segen auf Jes. und muss in V. 10 das Subjekt Juda durchweg beibehalten haben, sodass er שילה wiedergibt: ״quoad usque veniant deposita illi“, was er nicht genauer erklärt. *) Cf. Barn. r. c. 2 (Tanch. c. 16 p. 14): . . .יהוד׳ תחלה לחביות לקרבנות . . . למלחמ׳.