Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 17 (1890)
- Issue
- 1 (1890)
- Date
- 1890-01-01
- Page
- Seite 257 (sequence 264)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/2572068-2572098-2572099--3827-2575769- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
257 אמר ר׳ חייא רבה כל דבר ודבר שהיה לבן מתנה עם יעקב היה חוזר בו י׳ פעמים למפרע שנאמר הן לו. Der Verf. bemerkt mit Recht, dass die Versuche, die Deduktion begreiflich zu machen, nicht befriedigen. Und doch ist sie sehr einfach. R. Ch. meint, Labans betrügerisches Vorgehen bestand nicht in der mehrfachen Aenderung des Lohnes, was ihm schliesslich frei stand, sondern darin, dass er jede Vereinbarung nachträglich änderte und nicht nur für die Zukunft, sondern auch für die Vergangenheit als ungültig erklärte und an ihre Stelle die eben getroffenene Vereinbarung setzte, wodurch Jakob natürlich benachtheiligt wurde. Die neue Abmachung musste auch für die verflossene Zeit Geltung haben (למפרע wie למפרע הוא גובה u. sonst). Als Jacob seine Bedingungen stellte (V. 22, 23), sagte Laban nicht einfach: Ja, sondern fügte noch hinzu: wenn es nur geschehen wäre nach deinen Worten d. b. die von dir jetzt gestellte Bedingung möge auch für die Vergangenheit Geltung haben. (לו היה לו יהי wie Sifra II zu 32,29; 323 Anf.) R. Ch. findet die Berechtigung seiner Erklärung darin, dass sonst die Worte לו וגו׳ überflüssig wären. Zu S. 540 sei nur kurz bemerkt, dass die Erläuterung, die der Verf. zu der Stelle aus Pes. 167 a gibt, nicht das Richtige trifft. R. Benaja will nur sagen, dass dem Studium der Mischnajoth vor dem Talmud (= dialektische Durchdringung) und vor der Agada der Vorzug gebühre, denn mit der Kenntniss der Mischnajoth ausgerüstet, kann man in den Talmud und in die Agada leicht eindringen oder eingeführt werden und den Kampf der Thora aufnehmen. Die Deutung der Schriftworte ist ganz klar. Es Hesse sich noch über Vieles streiten, was aber in dem engen Rahmen einer Anzeige nicht gut geschehen kann und den Gesammtwerth des Buches übrigens gar nicht beeinträchtigt. Es mögen nur noch von den mir aufgestossenen Druckfehlern einige angemerkt werden. S. 10 A. 2. lies Gen. 46,23; S. 49 Z. 8 1. Esther 2, 22; S. 94 Z. 2 v. u. 1. Exod. 20,8; S. 27 A. 5. 1. Num. 15, 39: S. 123 Z. 9.1. Deut. 17, 16; S. 467 Z. 6 1. I Sam.; S. 28 A. 5. 1. 32c unt.; S. 156 A. 3 ״Leser“ 1. Lehrer; S. 298 A. 3 ״synagogische Poesie“ 1. synaogale; S. 495 Z. 3 ״Beweislade“ 1. Bundeslade; S. 542 A. 3 ״Sifre z. St.“ 1. Sifra zu Deut. 1,2. Mit grosser Freude ersehen wir aus S. 487, dass der Verf. seinem sich vorgesteckten Ziele treu bleibend, nunmehr an die Bearbeitung der Agada der palästinensischen Amoräer, des an Umfang grössten und auch sonst schwierigsten Theiles seiner Aufgabe herantreten wird. Es sei uns also gestattet, den Wunsch auszusprechen, dass die Darstellung nicht so äusserst knapp ausfallen möge, wie in letzten Drittel des vorliegenden Bandes. Auch wäre es wünschenswert!!, bei den Oitaten aus dem Midrasch rabba nach