Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 17 (1890)
- Issue
- 1 (1890)
- Date
- 1890-01-01
- Page
- Seite 247 (sequence 254)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/2572068-2572098-2572099--3817-2575759- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
247 bezeichnet er die Erklärung, dass eine Erzählung der heil. Thora in späterer Zeit verfasst sei, als eine »Lästerung28״), nennnt er eine Abhandlung jiber den Lehrzweck der Chronik ״eine lange und langweilige Schmähschrift“ u.s.w.28) Auf eine Erwiderung leiste ich Verzicht.24) nünftiger Mensch einen Grund der Einschiebung angeben könnte. Die vierte Bezeichnung (S. 141) (״einfältige Bemerkung“) bezieht sich auf eine Note, in der eine schwierige Stelle, über die sich Wellhausen nur durch eine verzweifelte Correctur hinwegzuhelfen vermag, mit einer nichtssagenden Bemerkung unter dem Strich bei Seite geschoben wird. An diesen Stellen wird jeder Wahrheitsfreund die starke Ausdrucksweise des Ree. gerecht finden. Eür die Wahrheitsliebe des Verf. ist es nun charakteristisch, dass er diese Ausdrücke so anführt, als wären sie für das ganze Buch gebraucht worden, und, anstatt seine diesbezüglichen Behauptungen zu rechtfertigen, sich auf die ״schmeichelhaftesten Anerkennungen“ beruft, die den ״Ergebnissen seiner streng wissenschaftlichenüntersuchungen“ zu Theil geworden sind. Ob aber gerade die Behauptungen, auf welche sich jene Ausdrücke des Recensenten beziehen, von irgend welcher Seite Beifall gefunden, — das behauptet der Verf. nicht; aber er möchte es dennoch den Leser glauben machen!!! 82) Dies ist geradezu eine Fälschung! S. 138 der Rec. wird gesprochen von der ״Lästerung, die darin liegt, dass eine Erzählung der heiligen Thora zu einer in späterer Zeit eingeschmuggelten tendentiösen Erdichtung herabgewürdigt wird.“ Nicht also auf die ״spätere Zeit“, sondern auf die ״eingeschmuggelte tendentiöse Erdichtung“ wird Gewicht gelegt. Es wäre einerlei, wenn Sie auch behauptet hätten, dass in alter Zeit Moses um Parteizwecke willen eine erdichtete Erzählung in die Thora gesetzt. Das nennen auch unsere Weisen דבר ה׳ בזה und את ה׳ הוא מגדף. Das ist eine Schmähung und Lästerung des Gotteswortes! 28) Wenn eine Abhandlung, die beispielsweise einem biblischen Schriftsteller vorwirft, dass •es ihm ״Vergnügen zu machen scheint, mit uncontrollirbaren Tausenden um sich zu werfen“, dass er aus seiner Phantasie Thatsachen erdichtet, um sie als ״Ausschmückung und Beiwerk“ zu gebrauchen, ״damit man seine levitische Tendenz nicht erkenne“ (S. 105), dass er sich der ״Geschmacklosigkeit“ schuldig gemacht u. s. w. (S. 106) wenn diese Abhandlung nicht den Namen ״Schmähschrift“ verdient, dann mag das Wort gestrichen werden. 24) Diese Erklärung ist sehr bequem! Wo der Verf. nichts