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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1890-01-01 · 1 (1890) · p. Seite 238

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Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
17 (1890)
Issue
1 (1890)
Date
1890-01-01
Page
Seite 238 (sequence 245)
Language
German
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238 Doch viel bezeichnender als dies, bezeichnender als die Bemängelung der Symmetrie in der Anlage meines Buches und die hinzugefügten Bemerkungen über Spukgestalten, Phantasiegebilde und Gespenstererscheinungen, bezeichnender für den ״wissenschaftlichen“ Gehalt der Beurtheilung ist die geradezu monströse Auseinandersetzung auf Seite 78—81 des ״Magazin“. Um in der mangelhaften Betheiligung der Leviten an der Einwanderung unter Serubabel und Esra nur nicht Zeichen eines tiefgehenden Zwiespaltes und einer Unzufriedenheit mit den cultuellen Einrichtungen zu erblicken, — wie übrigens auch schon Graetz (Gesch. der Juden II b S. 129) vermuthet, — wird uns da ein Märchen von den reichen Priestern und armen Leviten erzählt* * * 4), das allen Thatsachen und selbst der täglichen Erfahrung widerspricht. Woher die Priester nur ihren Reichthum hatten?5 6) Schade, dass der Herr Recensent es unterlassen hat, uns dies mitzutheilen. Von den Opferabgaben sicher nicht ־— denn diese existirten ja im Exile nicht — die sonstigen Priestersporteln, soweit sie ausserhalb des weise ist gerade damals ein Umschwung in den politischen Yerhältnissen eingetreten.“ Dieselbe Behauptung wiederholt er S. 55 mit folgenden Worten: ״Es muss damals sicher ein freundschaftliches Yerhältniss zwischen dem persischen Statthalter und dem Hohenpriester bestanden haben!“ Red. 4) Der Recensent hat zwei Erklärungen für die betreffende Erscheinung gegeben, und es würde, wenn auch diese zweite Erklärung unrichtig wäre, die erste allein vollkommen genügen. Ja der Rec. hat dargethan, dass die Thatsache anders, als der Yerf. es thut, erklärt werden muss, und die Wissenschaft hat, wo keine genügende Erklärung zu finden ist, ״non liquet“ zu sprechen, nicht aber unhaltbare Hypothesen aufzustellen. Red. 6) Aus derselben Quelle, woher ihn die anderen Israeliten im Exile erwarben. Dass die adeligen Geschlechter der Priester auch in der Fremde leichter als das übrige Yolk zu Ansehen und Reichthum gelangen konnten, ist doch wohl leicht einzusehen. Uebrigens war die jerusalemische Priesterschaft auch zur Zeit des ersten Tempels wahrscheinlich eben so reich, wie sie es zur Zeit des zweiten Tempels war. Red.

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