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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1890-01-01 · 1 (1890) · p. Seite 237

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
17 (1890)
Issue
1 (1890)
Date
1890-01-01
Page
Seite 237 (sequence 244)
Language
German
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237 zwischen Priestern und Leviten umfasst, den ersten 272 Jahrhunderten 135, den letzten 4 Jahrhunderten 4l/2 Seiten gewidmet sind. Dabei wird verschwiegen, dass Seite 136 und 139 meines Buches mit klaren Worten der Grund angegeben ist, weshalb nach dem entscheidenden Siege des Priesterthums die Leviten jeden Gedanken an eine durchgreifende Verbesserung ihrer Lage in ihrer Brust verschliessen mussten und ihre Wünsche nicht laut werden zu lassen wagen durften2). Auch wird der Umstand nicht erwähnt, dass einer Untersuchung über den Lehrzweck der Chronik nicht weniger als 46 Seiten gewidmet sind. Die hämische Art der Beurtheilung, die vor kleinen styiistischen Kunstgriffen nicht zurückschrickt, um sich ein dankbares Angriffsobjekt zu verschaffen, zeigt sich so recht deutlich in der Anmerkung auf Seite 77: ״Warum nur hypothetisch ״mögen stattgefunden haben“?! Warum sind diese Reibungen weniger apodictisch sicher, als der ״energische Protest“ der Ebjathariten gegen Ezechiel?!“ — Jeder unbefangene Leser meiner Schrift, ja, ein Jeder, der den deutschen Sprachgebrauch kennt, kann über den Sinn des in so eigenthümlicher Weise kritisirten obenerwähnten Satzes in meinem Buche nicht im Zweifel sein, sondern wird ihn folgendermassen deuten: Wohl, oder sicherlich haben auch in der Priesterschaft selbst Eifersüchteleien stattgefunden, aber nach aussen hin zeigten sie sich als eine festgeschlossene Partei. Nur der Herr Recensent musste den Satz anders auffassen, damit er Gelegenheit hatte, eine offene Thür einzurennen3). 2) Merkwürdig, dass gerade zu der Zeit der Kampf aufhört, wo die historischen Quellen zu fliessen beginnen! Red. 3) Der Recensent wollte nur an einem Beispiele zeigen, dass der Verf. nach Belieben ohne jeden Grand bald hypothetische, bald apodictische Behauptungen aufstellt. Der Rec. hielt nun den Satz: ״Mögen — stattgefunden haben“ für einen hypothetischen. Sollte dies nicht der Fall sein, so wollen wir dem Verf. mit einem andern Beispiele dienen: S. 49 seiner Schrift behauptet er: Möglicher-

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