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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1890-01-01 · 1 (1890) · p. Seite 233

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Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
17 (1890)
Issue
1 (1890)
Date
1890-01-01
Page
Seite 233 (sequence 240)
Language
German
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233 zu beziehen sei, steht ausser Frage; der Gesammtname des Staedtecomplexes ist Niniveh. Die doppelsinnige Ausdrucksweise Aben Esra’s, der die Adjektiya רחוק und קרוב an dieser Stelle grammatisch und geographisch angewendet wissen 7will, wird uns nicht befremden können, da wir die Freude dieses grossen Exegeten an Zweideutigkeit genügend kennen. Nicht minder interessant ist die Anmerkung, welche A. I. zum dritten Verse des XI. Cap. der Genesis macht, wo die Geschichte des Thurmes zu Babel erzählt wird. Der Comnentar macht hier die Ansicht geltend, dass die Bauenden keineswegs so thöricht gewesen seien, einen unendlieh hoher. Thurm errichten zu wollen, vielmehr hätten sie vermeint, ein bedeutendes Bauwerk aufzuführen, das als historisches Denkmal bis in fernste Zeiten dienen sollte. Die gewaltige Stadt mit dem Wahrzeichen, dem Thurme, sollte als Centrum der verschiedenen Völkertheile dienen, die si;h einen ״Namen“ שם machen wollten, wie die Bibel agt; worin vielleicht das ethnologische Geheimniss angedeitet liegt, dass Sem’s Nachkomen die führende Stellung unter &n Nationen übernehmen wollten und sollten. Die Zerstreiung aber straft die überhebende Absicht, durch ein äusseres Mittel den inneren Zusammenhang der Völkerstämme zu erhäten, die denn doch naturgemäss sich zu trennen hatten. Es ist gleichgiltig, ob man von einem solchen Bauwer; in babylonischen Berichten liest oder nicht; doch deshalb wieder ist es von Bedeutung zu wissen dass thatsächlich gewaltige Thurmbauten aufgeführt wurden, (etwa zu Borsppa), um die oben geltend gemachte Ansicht, dass es sich mein historisches Denkmal handle, zu erhärten — und das ist auch Aben Esra’s Meinung. Zu Erklärung des Namens בבל (Genes. XI, 9) bemerkt Aben Era kurz und bündig: שתי מלות ואלף חסר. Di Ansicht also, dass der Name בכל von radix בלל abzuleiim sei, welche Erklärung der Bibeltext ja keinesfalls sprachbh aufgefasst wissen will, sondern sachlich, theilt A. E. a* rationeller Grammatiker nicht. Die Commentatoren

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