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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1890-01-01 · 1 (1890) · p. Seite 134

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Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
17 (1890)
Issue
1 (1890)
Date
1890-01-01
Page
Seite 134 (sequence 137)
Language
German
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134 wollte. Der schon erwähnte leidenschaftliche Disput Chija’s mit Bar Kappara1) hätte wohl auch schwerlich bei Lebzeiten des Patriarchen stattfinden können. Die Agada hat Chija’s Tod und Andenken mit poetischen Zügen ausgeschmückt. ״Am Todestage Chija’s fielen Feuerkugeln vom Himmel“.2) Der Todesengel, so erzählt der Talmud ferner, habe dem heiligen Manne nicht nahe kommen können und habe ihn wie ein an der Thüre bettelnder Armer dazu bewegen müssen, ihm seine Seele zu übergeben3). — Chija’s Leiche wurde in einer Höhle beigesetzt und später begrub man auch seine Söhne Juda und Hiskija an seiner Seite4). Der Bericht des Reisenden Benjamin von Tudela, dass Chija zu Sepphoris in der Gruft des Patriarchen liege 5), trägt die Unwahrheit an der Stirne, da von R. Juda ausdrücklich erzählt wird, dass er in Bet Schearim beigesetzt worden sei6); der sonst zuverlässige Reisende scheint, wie das ja öfter geschieht, hier von den Einwohnern getäuscht worden zu sein7). Chija's Grab wurde der Gegenstand allgemeiner Verehrung; als die Ueberreste des im Jahre 297 verstorbenen suranischen Schulhauptes Huna8) nach Palästina zur Bestattung gebracht wurden, wusste man dafür keinen ehrenvolleren Platz als die Grabeshöhle Chija's. Allein eine allgemeine Scheu hielt *) Oben S. 45. а) Moed Katon 25 b. 3) Ibid 28 a. 4) Ibid 25 a. 5) Masaot Binjamin S. 7 der Sulzbacher Ausgabe. б) Ketubot 1. c. 7) Mehr Sicherheit hat die Angabe des Seder Hadorot (s. v. Chija), dass Chija in Tiberias begraben liege, da Tiberias bei der Bestattung R. Huna’s ausdrücklich genannt wird. 8) Unbegreiflicher Weise hat Kirchheim diesen R. Huna mit dem gleichnamigen Exilarchen, der zu Lebzeiten R. Juda’s und Chija’s schon verstarb, identificirt und konnte so natürlich die oben (S. 86) mitgetheilte Nachricht mit dieser nicht vereinigen. S. Literaturbl. d. Orients Jahrg 1848 S. 611 fg.

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