Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 17 (1890)
- Issue
- 1 (1890)
- Date
- 1890-01-01
- Page
- Seite 124 (sequence 127)
- Language
- German
- Belongs to
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124 die man besonders liebt, za viel za sich zu nehmen, oder die Verrichtung der Nothdurft zurückzuhalten1 2). Iss Salz nach dem Essen und trinke Wasser nach allen anderen Getränken, so wirst du nicht Schaden nehmen3). Voll« blütigkeit sei bei Frauen ein Zeichen der Gesundheit3). Nidda 10 b beschreibt er die Gestalt des Embryo im ersten Stadium seiner Entwickelung. Die Zeichen der Mannbarkeit seien oft wegen allzugrosser Korpulenz oder Körperschwäche nicht erkennbar 4). Wem ein Knochen im Halse stecken geblieben, der lege von derselben Art auf seinen Kopf; das sei kein abergläubischer Gebrauch5). 6. Kapitel. Chija’s Lehrthätigkeit. Chija hatte es sich zur Lebensaufgabe gemacht, die Kenntniss der heiligen Schrift und der überlieferten Gesetze immer mehr zu verbreiten und sie zum Gemeingute des Volkes zu machen. Seine eigenen Worte werden uns am besten zeigen, von welchem Eifer er hierfür beseelt war. Als sein Freund und Genosse Chanina bei einem halachischen Dispute mit ihm sich seines grossen Scharfsinnes rühmte, durch welchen er das Gesetz, wenn es vergessen werden sollte, wieder erneuern könnte, sagte Chija: Ich werde verhüten, dass das Gesetz vergessen werde; ich baue Flachs, verfertige Netze, mit denen ich Hirsche fange, mit ihrem Fleische ernähre ich arme Waisen, aus ihren *) Gittin ibid. 2) Beraehot 40 a. 3) Ketubot 10 b. A) Nidda 47 b. 6) Jer. Sabbat VI, 9; vgl. Bab. ibid. 67 a. —־ Diese eigenthümliche Kur empfiehlt auch Plinius hist. nat. 28, 12: si vero ex aliis ossibus (sc. haeserit faucibus) impositis capiti ex eodem vase ossiculis.