Mannheim
Compact Memory

Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1890-01-01 · 1 (1890) · p. Seite 116

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
17 (1890)
Issue
1 (1890)
Date
1890-01-01
Page
Seite 116 (sequence 119)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/2572068-2572098-2572099--3682-2575624
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

116 Gründen von der eben gegebenen Erklärung des Schlusses mit der Aenderung כזר in פזר abzusehen sein. Einmal weil diese Erklärung lediglich auf Yermuthung basirt, die, da ohne sonstige geschichtliche Andeutung, in Zweifel zu ziehen ist, wogegen die projektirte Deutung בזער בזי gerechtfertigt ist und begründet wird durch Jes. 8,23, und zweitens weil der V. 31 in sich einen indirekten Hinweis auf Jerusalem enthält, indem in dessen Schluss lediglich die Absicht kund gegeben zu sein scheint, auf einen friedlich freundschaftlichen Anschluss an Gott, dessen Tempel in Jerusalem und an den Regenten darin. Denn ebenso wie Y. 30 mitgetheilt ist, dass Könige nach Jerusalem Geschenke bringen (2. Chr. 26,8), und V. 32, dass Edle Egyptens ebenfalls dahin kommen werden, in gleicher Absicht wie Aethyopien, das die Hände behende zu ״Elohim“ anbetend ausstrecken wirdj), kann der Schluss des zwischen diesen beiden Versen befindlichen Verses nur Aehnliches zum Inhalte haben und entsprechend eben seiner Stellung zwischen Y. 30 und 32 ein Kommen nach Jerusalem in friedlicher, Gott anerkennender Absicht enthalten. Hiernach kann der Schluss des Verses 31 קרבות יחפצו nicht wie allgemein durch die Aenderung בזר in פזר gedeutet und erklärt wird: ״Die Kriege wollen״, auch nicht: ״Die Ueberfälle planen״ zum Inhalte haben, sondern einzig und allein nur eine Aufforderung enthalten, den Regenten und die mächtige Rotte im nordischen Reiche zu bedrohen, dass sie in zweifacher Absicht Annäherung anstreben, einmal, dass sie nach Jerusalem kommen, um Gott allein anzuerkennen und anzubeten, gleich den Edlen Egyptens und den Aethyopiern (V. 32) und zweitens zur Anknüpfung freundnachbarlicher Beziehungen mit dem Könige Usia; daher plur. .(2קרבות תריץ ידיו (ג hat hier lediglich die Bedeutung von : die Hände eilig zur Anbetung erheben. Aehnlich Hab. 2,2. למען ירוץ קורא בו damit man geläufig lesen kann. *) קרבה Annäherung, st. const. קרבת. Ps. 73.28. Jes, 58,2. Anm. der Bed.: Könnte nicht erklärt werden: Gegen den ge-

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.