Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 17 (1890)
- Issue
- 1 (1890)
- Date
- 1890-01-01
- Page
- Seite 99 (sequence 102)
- Language
- German
- Belongs to
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99 zu betrachten, so dass das Ergebniss der Klarstellung die Handhabe zu bieten geeignet sein dürfte, nicht blos die Abfassungszeit zu bestimmen, sondern auch den wahren geschichtlichen Inhalt des Psalmes zu zeigen. Die letzte Schwierigkeit des Psalmes wird in Yers 34 gefunden. Und um dessen Inhalt einigermassen verständlich zu machen, wurde, die von sämmtlichen Auslegern recipirte Deutung voraussetzend, von Hupfeid die von einigen anderen gebilligte Konjektur proponirt, das den V. 33 abschliessende סלה in סלו zu ändern, dem Y. 34 vorzusetzen und wie V. 5 ס^ו לרכב zu lesen. Abgesehen davon, dass diese Aenderung und Anfügung darum kaum denkbar ist, ״weil dem, der im Himmel einherfährt, nicht Weg gebahnt werden kann“ (Hitzig), so drängt sich ausserdem die Frage von selbst auf, ob hierdurch für das Verständniss und die Klarstellung des Verses etwas gewonnen wird. Vergleicht man den Inhalt beider Verse miteinander, so gelangt man zu der Wahrnehmung, dass das Ergebniss des Vergleiches ganz verschieden ist. Während in V. 5 deswegen anempfohlen wird, nicht etwa, wie zwar allgemein erklärt wird, Gott in der Wüste Weg zu bahnen, sondern Gott in gesteigertem Grade zu lobpreisen, einmal weil in ״ Jah“ sein Name und hauptsächlich, weil er noch, nach V. 6, Vater der Waisen und Richter der Wittwen ist, wird bei Anfügung von סלו zu Vers 34 aufgefordert, Gott deswegen in gesteigertem Grade zu preisen, weil er nach dem zweiten Verstheil ״Mit seiner Stimme eine Stimme der Macht giebt“. Man wird wohl zugestehen müssen, dass im Vergleich zu Vers 5 die Annähme ziemlich prekär und nicht minder bedenklich ist, לרכב in Vers 34, selbst wenn dem Verse ein סלו angefügt wird, auf Gott zu beziehen und ihn deswegen zu preisen, weil er mit seiner Stimme eine Machtstimme giebt. Auf wen soll diese Machtstimme, sei es zum Guten oder zum Bösen, von Einfluss sein? Ist etwa darunter die in V. 35 anempfohlene Lobpreisung, ausgedrückt durch עז, zu ver-