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Magazin für die Wissenschaft des Judenthums · 1890-01-01 · 1 (1890) · p. Seite 96

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Journal
Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
17 (1890)
Issue
1 (1890)
Date
1890-01-01
Page
Seite 96 (sequence 99)
Language
German
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96 die kritische Herausgabe^des Aboth de Eab Nathan (London 1887) hat Herr Schechter seine Befähigung zur Herausgabe dieses Werkes vollkommen erwiesen. Wie mich Dr. Ziemlich in Nürnberg aufmerksam macht, ergeben die drei Absätze des 6. Klageliedes, welches ich im 8. Sammelbande des Mekize-Nirdamim-Vereins mitgetheilt habe (S. 17—21) in den Anfängen den Namen משה und die 8 ersten Wörter im vierten Absätze die Bezeichnung כל ה»רץ נשאי) כהן)• Abraham ibn Esra führt in seinem Commentar zu Jesaja 1,30 das alphabetische Sündenbekenntniss (ודוי) mit den Worten שנאמר בוידוי קשינו עורך* an. Es scheint, dass ibn Esra als den Verfasser Saadia Gaon annimmt; vgl Bappoport in der Biographie Saadia’s No. 30. Ibn Esra hätte sonst hundert Beispiele aus der heiligen Schrift anführen können, aber er zieht diese Stelle vor, weil es gutes Hebräisch von Saadia ist. Dieses Citat ist auch Beweis, dass ibn Esra und seine Zeitgenossen יקשינו in1 Kal und nicht יקשינן wie bei uns gelesen haben. Das Piel קשיגי würde einen vollen Accusativ regieren und nicht für die adverbiale Wendung beweisen. Auch würde derVerf.Hiphil, wie in derSchrift הקשה, und nichtPiel gewählt haben. Er hat aber Kal gewählt, nach der Form ־— •קשה ען_ךף In einer Handschrift der Vaticana, welche viele סגולות, sympathetische Mittel, beschreibt, wird auch für den Prediger, um bei den Zuhörern Gefallen zu finden, empfohlen: Er nehme in Gedanken den Gottesnamen, der sich aus den Anfängen in den Worten des Schriftverses בדבר ה׳ שמים נעשו וברוח פיו כל צבאם ergiebt und wiederhole diesen Spruch vor dem Beginne der Predigt — es sei dies ein ganz probates Mittel! Zu גליבי oben S. 58 ist auf Steinschneider: Catalog Bodleiana p. 1158 zu verweisen, wo גיליבי und צילרי als Stammnamen erscheinen. Was das Wort selbst betrifft, so theilt mir Dr. Steinschneider auf meine Anfrage mit, dass Tschelebibei den Türken eigentlich: Her r, vornehmer Herr, insbesondere der Griechen oder Europäer, heisst. Diese Bedeutung des Wortes ergiebt sich aus Zenkers Dict. turcoarabe-persan (Leipzig 1866) I, 363.

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