Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 17 (1890)
- Issue
- 1 (1890)
- Date
- 1890-01-01
- Page
- Seite 95 (sequence 98)
- Language
- German
- Belongs to
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95 Der Gedankengang wäre dann folgender: R. Juda und R. Nehemiah erklären, dass Hagel und Feuer, mit einander vereinigt, zusammengewirkt haben, um das Getreide der Aegypter niederzuschlagen — lassen sich aber über die Weise, in der dies geschehen ist, nicht näher aus; möglich, dass der Stoss des Hagels dadurch verstärkt worden*). R. Juda bar Simon fügt hinzu, dass das Feuer, nachdem es mit dem Hagel das Getreide niedergeschlagen, die Getreidereste hinterdrein verbrannt habe, nicht aber von dem Hagel ausgelöscht wurde. Er findet dies in dem doch ungewöhnlichen Worte מתלקחת angedeutet, indem das präformative מת an und קחת an xatai anklingt. Weil die Abschreiber das Wort מתקחא nicht verstanden haben, wurde in manchen Texten von ihnen an verschiedenen Stellen noch ein ל eingeschoben, um es dem zu erklärenden Worte מתלקחת eben ähnlicher zu machen. Nach dieser Erklärung bleibt freilich auffallend, warum hier die sonst in solchem Falle gegebene Erklärung «לשון יונית הי unterlassen wird; ein Einwand übrigens, der nicht allzu schwer wiegt. *) Dass die Rabbinen bei einer Vereinigung von Stoss und Hitze das Verhältniss beider Wirkungen zum Gegenstand ihres Nachdenkens gemacht, beweist Chulin 8a: ליבן סכין ושחט בה וב׳. Bloch-Posen. Literarisch© Notizen. Zum Zwecke der Edition eines lateinischen Manuscriptes, welches grosse Fragmente eines bisher unbekannten psychologischen Werkes des Salomo ibn Gabirol enthält, ist Dr. A. Loewenthal in Berlin von der Zunzstiftung subventionirt worden. Das betreffende Ms. ist dasselbe, von welchem Salomon Munk, Melanges p. 170 ff., spricht und welches auch Dr. J. Guttmann, dem Verfasser der neuesten Monographie über Salomo ibn Gabirol, in einer Abschrift vorgelegen hat. (Vgl, Guttmann, die Philosophie d. Sal. ibn Gabirol p. 12 ff). In London hat sich eine Anzahl von Freunden der jüdischen Wissenschaft vereinigt, um die erforderlichen Kosten für die Drucklegung des handschriftlichen Midrasch ha-G adol aufzubringen. Herr Salomon Schechter hat die Bearbeitung dieses wichtigen, aus Jemen stammenden Jalkuts zum Pentateuch übernommen. Durch