Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Magazin für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 17 (1890)
- Issue
- 1 (1890)
- Date
- 1890-01-01
- Page
- Seite 79 (sequence 82)
- Language
- German
- Belongs to
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- Isaiah 1× ep/1005097
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79 hinaufzogen, so ist dies im Verhältnis zu den Priestern nur eine äusserst geringe Anzahl. Die Thatsache muss also anders erklärt werden. Entweder fehlte dem übrigen Volke die Begeisterung für die Heimat, was auch aus den Worten der Propheten herauszulesen ist (Jesaja 48,18 ff. 65,11 ff, Secharja 2,10 f.), oder aber es wagten nur die Reichen und Wohlhabenden die Reise in das verwüstete Heimatland (Esra 2,65 ff, Ohaggai 1,4); zu diesen gohörten vorzüglich die Priester, während die Leviten arm waren, wie aus vielen Stellen der Thora ersichtlich ist (Deut. 12,19; 14,29; 16,11 u. a.). Was hätten auch die armen Leviten unter der geringen Anzahl der Israeliten ohne alle Subsistenzmittel anfangen sollen? Der Zehnte reichte wohl kaum hin, sie zu ernähren, und dazu waren doch Missernten za erwarten (Ohaggai 1,6, 2,16 f.). Es stellte sich aber, wie S. 14 behauptet wird, in Jerusalem ein Mangel an Leviten heraus, so dass man gegen die anfängliche Absicht zu Aufsehern beim Bau des Tempels nebst den Leviten noch Judäer verwenden musste. Dies ginge aus Esra 3,8 f. hervor, wo, wie es dem Verf. scheinen will, das Waw vor ״ בני יהודהvon dem levitenfreundlichen Ueberarbeiter absichtlich gestrichen wurde, weil es ihn störte, zu einem den Leviten gebührenden Dienste Söhne Judas verwendet zu sehen“. — Hier hat der Verf. in seinem Eifer, überall tendenziöse Aenderungen zu suchen, vergessen, die Quellen mit Bedacht zu lesen. Er würde sonst gefunden haben, dass der erwähnte יהודה, der sonst auch הודיה oder הודויה genannt wird, ein echter Levite war, vgl. Neh. 12,8; 10,11; 9,5; 7,43; Esra 2,40; 10,23 u. a. In den traurigen Zeiten nach der Vollendung des Tempels bis Esra und Nehemia wurden die vorgeschriebenen Gaben an die Priester und Leviten nur selten oder gar nicht abgeliefert (Maleachi 3,8). Die reichen Priester, die noch wenigstens die Altaropfer erhielten, die ihnen nicht entzogen werden konnten, hatten bei diesem Zustande weniger zu leiden, als die armen Leviten. Daraus erklärt